Wenn der achtsame Umgang ins Ungleichgewicht gerät!

Kinder mit Eigensinn und mit besonderen Talenten, Kinder mit Lernbedarfen, die nicht mit dem Gleichschritt vereinbar sind, und sehr sensible, verwunderbare junge Menschen.

Für wenige der Betroffenen kann das “Nein Danke” gegenüber der Schule ein Akt der Befreiung sein. Die Lösung aus einer unerträglichen Fehlforderung führt bei einigen jungen Menschen in der Folge nicht in Versagensgefühle und Depression, in Isolation und Selbstbestrafung, ins gesellschaftliche Abseits, in Drogen, in Chancenlosigkeit. Nein, dies war ein Sprung zu einem authentischeren, sinnhafteren Leben jenseits der Regelspur, dass sich der junge Mensch leisten konnte und wollte. Das gelingt eher bürgerlich sozialisierten, besonders starken, von einem Talent oder von einer Leidenschaft infizierten Kindern. Was trägt sie? Sie glauben an sich, sie sind letztlich zielbewusst und verfügen personal und sozial über Mittel der Zielerreichung auf ganz eigenen Wegen. Aber solche “Edelaussteiger” stehen nicht für die Breite der normalen Jungen und Mädchen.

Die Gründe und Motive für schuldistanziertes Verhalten im Grundschul-Bereich sind verschieden. Oft gibt es Probleme im Lernbereich. Die Kinder sind frühzeitig auf sich alleine gestellt. Sie erfahren zu geringe Unterstützung im schulischen Bereich für die für sie so wichtigen Belange. Nicht wenige Eltern erleben der Schule gegenüber eine Hemmschwelle und Bedrohung. Viele Schüler/innen haben Schwierigkeiten, sich in der Großgruppe Klasse zurechtzufinden und dort einen sicheren Platz einzunehmen.

Dieser Satz geht mitleidlos darüber hinweg, dass achtlose Lehrer menschliches Leben verletzen. Mit Falkensteins Abfrage-Folter bricht ungehindert Gewalt durch Worte über Kinder herein: meist versteckt, nicht öffentlich. Die heimliche Gewalt verbirgt sich im Schweigen oder der Androhung von Konsequenzen. Kein Lehrer sagt dem zynischen Kollegen, dass dieser ethische Grenzen überschreitet: Wo doch Ethik der Bruch mit der Gleichgültigkeit ist, das Einer-für-den-Andern. Alle schauen weg. Schulbehörden lassen seelischen Verletzungen freien Lauf, weil sie selten bis garnicht davon Kenntnis haben. Die Kinderfeindlichkeit gipfelt in dem Satz: „Das sind ja nur Einzelfälle.” Als bestünde die Achtung vor der Würde des Menschen nicht darin, die Persönlichkeitsrechte jedes Kindes zu schützen.

Lehrerinnen und Lehrer haben ein großes Gewicht. Das kann Kinder klein machen, aber auch groß machen: durch Anerkennung, Ermutigung, durch die helfende Beziehung. Manche Schulen tragen den Namen Albert Einsteins. Respektieren die darin unterrichtenden Lehrer seine Worte? „Am schlimmsten ist es, wenn die Schule mit den Mitteln von Furcht, Zwang und künstlicher Autorität arbeitet. Solche Behandlung vernichtet das gesunde Lebensgefühl, die Aufrichtigkeit und das Selbstvertrauen. Sie erzeugt den unterwürfigen Untertan. Es ist einfach, die Schule von diesem Schlimmsten aller Übel frei zu halten: Man gibt dem Lehrer möglichst wenig Zwangsmittel in die Hand. Dann ist die einzige Quelle des Respekts der Schüler vor dem Lehrer dessen menschliche und intellektuelle Qualität.” Üblich ist oft das Gegenteil: Lehrer erhalten Zwangsmittel in die Hand, die das schlimmste aller Mittel schüren: die Angst.

„die heimliche Gewalt” – Klagen über würdelose Behandlung

Kinder klagen weniger über die Schule, als über Lehrerinnen und Lehrer, die ihnen das Lernen und Leben schwer machen. Diese lachen Kinder aus, lassen sie bei wichtigen Fragen „hängen”, bedrohen und disziplinieren sie. Sie machen ohne Einverständnis Sachverhalte öffentlich, erniedrigen sie, indem sie voreingenommen einen Schuldigen bestimmen. Uneinfühlsame Lehrer rufen Schüler auch dann auf, wenn diese sich nicht zu Wort melden und wenn klar ist, dass sie keine Antwort wissen und beschämt werden. Sie erschrecken Kinder mit unangemessenem Verhalten, kreiden vorwiegend Fehler an und erkennen nicht an, was geglückt ist. Entwertung bei Misserfolg, statt ihnen zu helfen, wenn sie sich schwer tun. In Einzelfällen verletzen Lehrer Kinder so schwer, dass sie seelisch oder psychosomatisch erkranken – und alle lassen das geschehen. Viele Eltern, denen doch an ihren Kindern liegt, sind gezwungen ihre Fürsorge an der Klassenzimmertüre abzugeben.

Keinesfalls verallgemeinere ich Einzelbeispiele verletzenden Lehrerverhaltens. Die Demütigenden unter Lehrern sind der Rede wert, weil es sich um viele Kinder handelt, die durch die Destruktivität weniger Lehrer seelisch Schaden nehmen. Nach dem „Prinzip Abschreckung” hagelt es Abneigung auf die ersten Extemporalien ihres Kinderlebens. Diese Schockbehandlung un dder mitunter millitärische Drill ist eine fürchterliche „Gerechtigkeit”. Aber weder Eltern noch einzelen Lehrerkollegen schreiten gegen den lernpsychologischen Widersinn und das pädagogische Unrecht ein.

Mancher Macht-Missbrauch von Lehrern ist nicht nur pädagogisches Fehlverhalten, sondern Straftat: Beleidigung, Ehrverletzung, üble Nachrede, Verletzung der Menschenwürde. Der Bundestag beschloss Ende 2000 ein Gesetz, demzufolge gewaltfreie Erziehung Kinderrecht ist. Es verbietet „körperliche Bestrafung, seelische Verletzung und andere entwürdigende Maßnahmen”, aber gegen die Maschinerie kommt man selten an und wer Fragen stellt oder sich mit gewissen Umständgen nicht zufrieden gibt, läuft Gefahr sein eigenes Kind damit zu vernachlässigen und zu bestrafen, den letzendlich leiden die Kinder darunter und kommen innerlich und dann auch sichtbar in der Schule nie an.

Damit Schüler besser lernen können, bräuchten wir mehr zivilcouragierte Eltern. Sie müssten moralischen Einspruch erheben, wenn Lehrer gegen menschlichen Takt verstoßen.

Drum prüfe wer sich schulisch bindet ob sich nicht was Besseres findet!

Viel hören, viel sehen, wenig sagen!

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Neid und Konkurrenz kommen überall vor: unter Freunden und Bekannten häufiger als unter Menschen, die sich nicht nahe stehen. Es gibt ihn im Sportverein, in den besten Familien und natürlich am Arbeitsplatz. „Neid kann tatsächlich motivieren.“ Das funktioniert natürlich nur unter Mitarbeitern, die vergleichbare Arbeit und Leistung vollbringen. So ist der Elektriker sicher nicht neidisch auf den Universitätsprofessor, auch wenn der mehr Geld verdient. „Es geht um Equity, um Gleichwertigkeit und Vergleichbarkeit.“

Wäre es nicht toll, wenn Sie ab sofort immer verstehen könnten, was in den Köpfen Ihrer Kollegen oder des Chefs vor sich geht? Kein umständliches Rätselraten mehr, warum sich die lieben Kollegen plötzlich so merkwürdig verhalten. Keine wilden Vermutungen mehr, was dem Chef über die Leber gelaufen sein könnte. Schluss mit halbseidenen Interpretationen, Deutung von Verhaltensweisen und blöden Missverständnissen.

Höchst wahrscheinlich sind Sie schon ein Meister darin, das Verhalten der Menschen um Sie herum akribisch zu beobachten. Sie analysieren es, setzen es in Bezug zu anderen Beobachtungen sowie zu Ihren bisherigen Erfahrungen und erschaffen sich selbst eine perfekt konstruierte Welt.

Es ist oftmals die Mischung aus Beobachtung von Verhalten, dem Aufschnappen von Gesprächsfetzen, einer Kombination von bisherigen Erfahrungen und anschließender Interpretation. Bestätigt werden die Erkenntnisse dann beim Pausen-Tratsch oder über den Flurfunk: „Hast Du es auch schon mitbekommen …?“,  „Was der … wohl wieder im Schilde führt?“

Wenn das alles so eindeutig wäre, warum entstehen so viele Missverständnisse im Umgang miteinander? Unklare Aufträge vom Chef, unausgesprochene Befindlichkeiten unter Kollegen, Unsicherheit, Neid, Missgunst, empfundene Ungerechtigkeit, mangelnde Anerkennung und am Ende häufig auch Fehler.

Und wenn das Fass bereits übergelaufen ist, kommt es zu den echten Erkenntnissen: „Das war doch so nicht gemeint!“, „Woher hätte ich denn ahnen können, dass Du …?“ oder auch schön: „Das hättest Du ja auch mal sagen können, dass …“. Schnell werden aus eben noch unumstößlichen Wahrheiten plötzlich Vorwürfe oder unfaire Erklärungsversuche.

Auf die Idee, genau solche Wahrheiten erst einmal als Hypothese anzusehen, sie zu hinterfragen und genau hin zu hören, was wirklich Sache ist, darauf kommen wir immer seltener. Konstruierte Wahrheiten scheinen uns in einer schnellen Welt willkommener als echte Wahrheiten.

Auch jegliche Form von Schubladendenken beruht auf Beobachtung, Interpretation und selbst konstruierter Wahrheit. Manchmal ist es hilfreich und gut, nur eine Schublade öffnen zu müssen, doch immer mehr wird es in meiner Wahrnehmung zur bequemen Gewohnheit. Schublade auf, die eigene Wahrheit rein, Schublade zu. Fertig.

Eine Entwicklung, die für jeden Einzelnen vielleicht rationales, weil Energie sparendes Handeln in einer immer dynamischeren und komplexen Welt bedeutet, jedoch im Umgang miteinander, etwa in Teams aber auch in der Partnerschaft und Familie immer häufiger zu Fehlinterpretationen und damit Missverständnissen führt und das alles am Ende noch mehr Energie kostet.

Interpretation von Verhalten ist ungenau und ineffizient. Klarheit schafft Leichtigkeit im Miteinander. Verstehen statt Durchschauen, dann klappt’s!

Weihnachten is comming & alle drehen durch…

Bei von Nazareths ist Weihnachten immer ganz cool. Das Baby liegt seelenruhig in der Krippe und tut, was es tun soll: schlafen. Maria quält sich nicht mit Selbstverwirklichungsphantasien, sondern ist froh, dass sie ein Dach über dem Kopf hat und einfach Mutter sein kann. Josef kümmert sich um sein Familchen und begrüßt artig die Hirten. Kein Streit, keine lauten Verwandten, keine unlösbaren Konflikte: Ein himmlisches Weihnachten, sozusagen.

Ganz anders die Situation 2019 Jahre später. Da sitzen Menschen unter dem Tannenbaum, die sich ansonsten erfolgreich aus dem Weg gehen, aber am 24. Dezember genötigt werden, sich selbst, ihre Geschichte und die der anderen in ein stickiges Wohnzimmer zu pressen und zu hoffen, dass keine emotionale Bombe hochgeht.

Da werden Augen gerollt, Stiefmütter verflucht und Stresshormone ausgeschüttet. Man begleicht alte Rechnungen, streitet ums Erbe und wird in den Strudel unschöner Familiendynamiken gerissen. Manchmal bleibt es bei einem heimlichen Stutenbiss  oder einem versteckten Rippenstoß. Wenn es schlecht läuft, eskaliert die Situation – manchmal so sehr, dass nur noch ein geordneter Rückzug hilft.

Und das fängt schon lange vor Weihnachten an….. Pünktlich mit der Zeitumstellung auf Winter wird der Schalter im Kopf auf Wahnsinn umgelegt, der Grinch darf endlich herraus.

Weihnachten ist seit Jahrhunderten eine große Sache. Der Rückzug ins Private nach dem Kirchenbesuch, die Symbole, die Rituale – ein Fest des Stetigen, Immergleichen, Unverrückbaren. Im neuen Jahrtausend gesellt sich zu den alten Klischees die neue Sehnsucht nach Aufgehobensein, Entschleunigung, Instant-Chillen für zwei Tage.

„Die Erwartungen an Weihnachten sind riesig“ „Nähe, Harmonie, Exklusivität – alles, was man sonst nicht hat, soll jetzt stattfinden. Vor allem Anerkennung!“ Nur allzu oft verkehren sich dieser Anspruch aber ins Gegenteil. „Die Überhöhung führt zur Überforderung.“ Sollte man also einfach nur konsequent die Ansprüche runterschrauben? „Ja Sicher, aber meistens sind die Erwartungen größer als der Verstand.“

Weihnachtsvorbereitungen stressen, und das tun sie selbst bei generalstabsmäßiger Vorbereitung. Wenig überraschend: Vor allem Frauen geht der Trubel vor den Feiertagen ordentlich auf die Nerven – was vor allem daran liegt, dass sie in der Regel noch immer diejenigen sind, die Geschenke kaufen, kochen, backen und die Kinder bei Laune halten. Gern auch neben dem Job. „Die meisten sind schon gestresst, bevor es überhaupt losgeht“.

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Die Transformation der Kommunikation

Wer legt fest wie wir kommunizieren und warum?! Eigentlich legen wir das fest, aber was passiert wenn verschiedene Denkweisen aufeinander treffen!? Richtig erst mal gibt es Diskussionsbedarf und einig wird man sich sowieso nicht, da ja jeder recht hat.

Und ja es stimmt jeder hat für sich und sein persönliches empfinden Recht, aber jeder muss auch das persönliche Empfinden des anderen akzeptieren.

Warum kann ich nicht auf mehren Ebenen kommunizieren? Es spielt keine Rolle ob ich eine Email an 5 oder 50 Beteiligte schicke, es dauert gleich lang und es ist auch egal ob ich in einem Whats App Chat Informationen versende und parallel per Email, …ja auch das dauert gleich lang, weil der Inhalt der selbe ist, aber ich kann jedem individuell damit das Gefühl geben, er wird respektiert und seine persönliche Wünsche werde berücksichtigt.

Für mich als aus therapierten Kommunikationswissenschaftler ist es schwer, immer wieder eine Basis zu erklären die so einfach wäre. Wir wollen alle nur Respekt und Toleranz aber wenn es um den Wunsch des Kommunikationsweges geht, ist die Toleranz auf einmal verschwunden und wir fangen an uns zu rechtfertigen, warum man gerade so dagegen argumentiert obwohl  das nur das persönliche Empfinden beeinflußt.

Wir sollten somit mehr akzeptieren das viele Wege ans gleiche Ziel führen, allerdings mit einem besseren Gefühl und die Zeit die wir in diese Diskussionen stecken, sollten wir in wichtigere Dinge investieren, da wir sonst alle zu „sozial inkompetenten Kommunikationsautisten“  mutieren.

 

In diesem Sinne, weit nett zu einander und geht Kompromisse ein.

Umweltschutz mal anders

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Alle ja wirklich alle reden vom Umweltschutz. Für meine Verhältnisse Jahrzehnte zu spät… aber lieber spät als nie. Auch Familie Alltagswahnsinn leistet ihren Beitrag dazu, nein nicht nur das wir den Müll trennen und Plastik vermeiden. Nein wir sammeln gebrauchte Schuhe und erhalten dafür Geld und dieses Geld spenden wir regelmäßig an Kitas, Schulen, Vereine etc….

Als sei so nett und hilf mit…. folge dem Link, indem Du oben auf das Bild klickst, und dann kannst Du Dir kostenlos eine Paketmarke ausdrucken und die Schuhe dann nur noch zur Post bringen.

Alte Schuhe tun nicht weh und bevor Du sie in den Müll wirfst schick sie lieber für einen guten Zweck weg. 

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Barcelona: Ja, Nein, Vielleicht?!

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4 Tage war Familie Alltagswahsinn der katalanische Metropole. Die pulsierende Stadt am Mittelmeer mit ca 1,6 Millionen Einwohnern, in den Sommermonaten sind es bestimmt ein Viertel mehr. Ich nehme Euch gerne mit auf die kleine Reise, von Altstadt, Sonnenstrahlen genießen am Strand und ganz viel architektonische Kultur.

Für mich gehört Barcelona zu einer der schönsten Städten, die ich bisher gesehen habe, auch wenn es einige Dinge gibt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Im Sommer (bedeutet noch bis weit in den September hinein) ist sie sehr voll. Dies nimmt ihr natürlich nichts an ihrer Schönheit und Einzigartigkeit, aber jedem Besucher sollte bewusst sein, dass er nicht der einzige Tourist vor Ort sein wird. Die Metropole ist bei Reisenden aus ganz Europa belebt. An jeder Ecke hört man Deutsch, Französisch, Russisch oder Schwedisch. Ebenso zieht es auch viele Spanier aus allen Ecken des Landes in die katalanische Hauptstadt.

Fast alle größeren Straßen enden an der Hafen- bzw. Strandpromenade oder führen an ihr vorbei. Besonders den Hafen habe ich als einen sehr netten Ort wahr genommen. Der Ort ist sehr kontrastreich. Auf der einen Seite befinden sich jede Menge historische Gebäude an den Ufern, aber auf der anderen Seite vermitteln die neuen Stege und Brücken und ein großes Einkaufszentrum, sowie weitere Attraktionen einen beinahe futuristischen Eindruck. Auf fast 5 Kilometern Länge könnt ihr euch an den Standstränden einen geeigneten Platz aussuchen um zu entspannen. Die Strände sind sauber und dafür, dass man sich mitten in einer Großstadt befindet sehr ruhig.  Es war wirklich sehr gut möglich sich zu entspannen. Die Infrastruktur der Strände ist sehr gut. Überall gibt es kostenlose Duschen und Toiletten, sowie Restaurants und Kioske.

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Die Rambla ist die Touristen-Straße Nr.1. Ganz egal ob man um 9 Uhr morgens oder 23 Uhr Abends an ihr entlang geht, es ist stets proppenvoll. Ob einem dieser Flair gefällt, ist einem selbst überlassen und auch ich bin sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite steckt das Lebendige sehr an. Viele Menschen aus allen möglichen Nationen finden sich zusammen, essen, trinken und gehen Shoppen. Auf der anderen Seiten führt gerade dieser Teil der Stadt vor Augen, was der Massen-Tourismus aus einem Viertel machen kann. An der Straße befinden sich jede Menge schöne und einzigartige Gebäude, die nun allerdings von McDonald’s und den unzähligen Souvenir-Shops in Beschlag genommen wurden. Aus meiner Sicht ist es leider zu viel des Guten. Back to the roots, wäre für mich hier angebracht. Obwohl ich so über die Rambla denke, wohnte ich direkt neben ihr, ging an ihr essen und sogar einkaufen. In gewisser Weise zieht es einen also doch in den Trubel dieses geschäftigen Lebens. Wie gesagt: gemischte Gefühle. Ein Besuch ist Pflicht, aber danach bleibt jedem selbst überlassen, was er draus macht.

Wenn ihr den Hafen erreicht, seht ihr wahrscheinlich schon auf den ersten Blick die riesigen Türme der Seilbahn, welche sich vom Hafen auf den Stadtberg Montjuïc‘ bewegt. Statt einer einzelnen Fahrt kann man auch eine Rundreise buchen. Die ist dann günstiger als zwei einzelne Fahrten. Wir entschlossen uns jedoch dazu, den Berg allein mit dem Auto zu erklimmen. Dies ist in der Tat kein Problem. Innerhalb von 10-15 Minuten ist man wieder in der Stadt. An der Haltestelle am Montjuic‘ angekommen, gelangt man zu einem Park und einem sehr luxuriösen Hotel, welches direkt am Hang liegt. Es ist ebenfalls möglich mit einer Seilbahn weiter Richtung Gipfel zu fahren, wir entschlossen uns allerdings dazu weiter mit dem Auto zu fahren. Als Fazit kann ich nur sagen, der Blick war es definitiv wert!

Die Sagrada Familia ist das wohl bekannteste Bauwerk der Stadt. Die Kirche des berühmten Architekten Antoni Gaudí ist mehr als beeindruckend. Beinahe aus jeder erhöhten Stelle in der Stadt lässt sich ein Blick auf den Koloss erhaschen. Bereits von außen ist das Meisterwerk mehr als beeindruckend. Das Zusammenspiel von Formen, Licht und Farben machen das Innere aber zum wahren architektonischen Highlight. Die Atmosphäre und Akkustik ist phantastisch. Ein Ort an dem man gerne einige Stunden verbringen würde.

Allerdings gilt auch hier: Die Sagrada Familia ist Touristenziel Nr. 1. Es ist so gut wie unmöglich einen Tag zu erwischen, an dem sich nur wenige Touristen vor der Kirche tummeln. Dies nimmt dem ganzen Gefühl leider einmal mehr die Einzigartigkeit. Wer plant sie zu besuchen, sollte definitiv Tickets im Internet vorbestellen. Dies spart Wartezeiten von bis zu 3 Stunden.

Für den Park Güell gilt so ziemlich dasselbe wie für die Sagrada Familia, die ich weiter oben beschrieben habe. Der Park ist wunderschön, allerdings total überlaufen. Man erreicht den Park am Besten über die Metro-Station Vallcarca. Bereits nach wenigen Metern erreicht man die im Freien erbauten Rolltreppen, die durch die Gassen hinauf zum Park führen. Allein hieran sieht man natürlich, dass der Park mittlerweile als reine touristische Attraktion gilt.

Das Kloster ist schon von weitem sichtbar und liegt in einer fantastischen Felslandschaft, in einem wuchtigen Felsmassiv, ca. 40 km nordwestlich von Barcelona.

Oben angekommen, trauen wir zunächst unseren Augen nicht. Es ist 10.30 Uhr und wimmelt vor Menschen. Das Ganze ist eine riesige Anlage, eine Ansammlung von Profanem und Heiligen: Läden, Restaurants und Hotels scheinen auf den ersten Blick wichtiger als die Basilika und das Kloster. Aber der erste Blick täuscht: eine unübersehbare Schlange von Menschen steht stundenlang an, um einen Blick auf die dunkle Madonna zu erhaschen, deretwegen das Kloster der zweitwichtigste Wallfahrtsort Spaniens ist. Auch die Basilika zu betreten, war uns nicht möglich, da sich dort Taussende von Menschen drängten.

Der Spaziergang durch das Olympiagelände der Spiele von 1992 zeigt die Vergänglichkeit solcher Ereignisse und Bauten. Das Stadion muss schon renoviert werden, überall nagt der Rost und Zahn der Zeit, vom Glanz der 3 olympischen Wochen bleiben bald nur Ruinen, wenn man nicht aufpasst. Und aus dem impulsanten Hauptgebäude ist eine Veranstaltungsarena geworden.

Was bleibt, ist die Erinnerung an eine tolle Stadt: jung, lebendig, farben- und sinnenfroh, laut und lebenslustig. Eine gelungene Symbiose zwischen Alt und Neu, zwischen Wirtschaft, Kultur und Sport, eine Melange vieler Völker und Rassen – ein friedliches, fröhliches Nebeneinander, Leben und Leben lassen. Man sollte Barcelona jedoch besuchen wenn man Jung ist, da es kaum Sitzmöglichkeiten für ältere Menschen gibt und die Reise dann durchaus nicht nur schön sondern auch schön anstrengend sein kann.

Kosten Unterkunft: 849 Euro

Flugkosten: 560 Euro

Sehenswürdigkeiten: 220 Euro

Verpflegung: 200 Euro

gesamt: 1829 Euro (Wahrlich kein Schnäppchen aber toll war es)

Ob wir noch mal wieder kommen bleibt offen. Für uns definitiv ein Vielleicht!

Zwischen Himmel und Erde!

HotelEin familiengeführtes Hotel mit kompetentem und mehr als freundlichen Service. Die Küche ist unschlagbar und schafft mit ihren raffinierten Gerichten echte Geschmacksexplosionen – einfach wunderbar!

Die Zimmer laden zu himmlischen Nächten ein, der Sauna und Wellnessbereich sorgt für Entspannung pur und der hochwertige Skiverleih sorgt für den sonnengeküßten Adrenalinkick auf der Piste. Der Hauseigene Lift läuft ab 8 Uhr morgens und da stehen sogar die faulen freiwillig für auf.

Den kleinen Mäusen wird jeder Wunsch von den Lippen abgelesen und macht es so zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für uns ein rundum gelungener Urlaub.

Wir kommen wieder!!

Warum wir uns öfter an das Kind-sein erinnern sollten!

Uns Erwachsenen ist diese kindliche Neugierde verloren gegangen – eben weil wir das meiste schon kennen, nicht so viel zu entdecken haben und deshalb auch mit weniger Achtsamkeit durch den Alltag gehen.

  1. Kinder sind neugierig, auch auf Dinge, die für uns „Große“ selbstverständlich erscheinen.
  2. Es heißt ja so schön: Kindermund tut Wahrheit kund. Wir Erwachsene tun uns oft damit etwas schwerer. Manchmal würde es uns guttun, berechnende gegen erfrischende Ehrlichkeit zu tauschen.
  3. Es tut gut, unbeschwerte Kinder zu sehen, wie sie spielen, lachen und einfach Spaß haben.
  4. Dieser Blick auf Kleinigkeiten, ersichtlich, wenn ein Kind beispielsweise lange und fasziniert einen Schmetterling beobachtet, etwas was uns Erwachsene nicht mehr zum Staunen bringt.
  5. Viel an der kindlichen Unbeschwertheit ist uns Erwachsenen verloren gegangen. Was ja auch nachvollziehbar ist. Als Erwachsener lässt es sich nicht mehr so einfach völlig unbeschwert sein: berufliche Anforderungen, Verpflichtungen, Verantwortung für die Familie etc. Nichtsdestotrotz täte es uns hin und wieder gut, weniger zu grübeln.
  6. Sie gehen unvoreingenommen auf andere zu. Was uns Erwachsenen oft schwerfällt und dazu führt, dass wir damit hin und wieder eine Chance verspielen.
  7. Kinder genießen den Moment, leben im Jetzt, ohne groß nachzudenken, was sein wird oder was war.

Laßt Euch doch auch mal auf eine schnelle Begeisterung ein und genießt die ungebremste Leidenschaft der Kleinigkeiten. So wird das Leben doch ein bißchen leichter.

 

Erwartungshaltung

Erwartungen sind etwas so Selbstverständliches, dass man fast sagen könnte, die Gesellschaft bestehe aus Erwartungen. Ohne die Gewissheit, dass meine Erwartungen sich bestätigen werden, wäre kein soziales Leben möglich. Daran ändert auch nichts, dass man oft gerade das Unerwartete erwartet,

Erwartungen können sehr grundsätzlicher Art sein – zum Beispiel dass alles so bleibt, wie es ist. Oder sehr spezifisch, wenn sie sich auf das erwartete Eintreten eines ganz bestimmten Ereignisses beziehen. Auch nehmen Erwartungen oft die Gestalt von Hoffnungen an, etwa die, dass es die eigenen Kinder einmal besser haben werden. Meistens beziehen sich Erwartungen aber auf das Verhalten anderer, von denen wir eben ein ganz bestimmtes, typisches Verhalten erwarten. Die wichtigste Erwartung ist aber die, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht werden.

Das Problem ist nur, dass sich Erwartungen immer auf zukünftige Ereignisse beziehen. Plane ich etwa für das kommende Wochenende einen Ausflug mit der Erwartung, am Samstag schönes Wetter zu haben, sollte ich mich wenigstens mal über die Wetterprognose informieren. Und dennoch ist es natürlich völlig unmöglich, alle für den Ausflug relevanten Erwartungen zu überprüfen. Es könnte sogar sein, dass sich meine Erwartung, am Wochenende tatsächlich immer noch einen Ausflug machen zu wollen, dann am Ende als Selbsttäuschung herausstellt, weil sich meine eigenen Präferenzen inzwischen geändert haben.

Wir phantasierten uns nicht willkürlich irgendwelche Zukünfte zusammen, doch rational könnte man Erwartungen auch nicht nennen. Rationales Handeln setze schließlich voraus, dass alle Beziehungen, die eine Situation beeinflussten, identifiziert seien. Auch dem soziologischen Laien dürfte klar sein, dass das schlicht unmöglich ist. Stattdessen erzählen wir uns Geschichten, die uns im Moment einer Entscheidung als hinreichend glaubwürdige Beschreibungen der Zukunft erscheinen. Und meistens kommen wir damit ja auch gut durchs Leben.

Hat Liebe ein Ablaufdatum? – Wandeln in Zeiten von Garantieverlängerung und Rückgabe

love2Ob es wohl die Schmetterlinge im Bauch sind oder die nicht enden wollende Verliebtheit? Was passiert wenn die Verliebtheit nachlässt, und man den Eindruck hat, sich viel zu früh auf jemanden festgelegt zu haben?

„Wir leben in einer Zeit der Rückgabe-Garantie, die uns vor dem Festlegen schützt: Im Internet kaufen wir Dinge, zu denen wir erst einmal die Bewertungen anderer Kunden lesen und dann problemlos wieder zurückgeben können — der Sendung ist der Retoureschein schon gleich beigelegt.“

Gesucht wird nach eindeutigen Anzeichen, nach abhakbaren Listen, nach Sicherheit — damit endlich klar wird, dass man nichts falsch gemacht hat. Dass man aufhören kann, sich anderweitig umzuschauen. Weil man den Richtigen an seiner Seite hat. Denn alles andere wäre, so scheint es, unzumutbare Zeitverschwendung.

Das ist nicht einfach nur ein Lifestyle-Phänomen. Es ist viel mehr als das. Denn es bringt eine Einstellung zum Ausdruck, die sich in vielen Lebensbereichen schon durchgesetzt hat. Und jetzt eben auch im Privaten. Es ist die Angst, etwas zu verpassen. Die Angst, ein 12-Monats-Abo abzuschließen, wo man doch noch nicht mal weiß, was in drei Monaten ist. Die Angst, die coolere Party zu verpassen, wenn man fest für eine andere Party zusagt.

Und eben auch die Angst, zu einem Menschen „Ja” zu sagen, und nicht zu wissen, ob der „Bessere” nicht schon um die Ecke lauert.

Aber wer so denkt, tut nicht nur sich selbst keinen Gefallen. Er zerstört auch die Beziehung. Denn wer permanent auf der Suche nach dem passenderen Match ist, der wird das, was ist, vernachlässigen. Weil er es nicht wertschätzt.love

Wer mit dieser Einstellung Beziehungen führt, verhindert die Möglichkeit, sich überhaupt noch auf einen Partner einzulassen. Denn mit einer solchen Einstellung ist der Absprung immer schon mitgedacht — lieber wird stattdessen der Markt sondiert.

Die eigentliche Beziehung wird so schnell als belastend empfunden. Im Zweifel steht sie ja zwischen einem selbst und den tollen neuen Möglichkeiten da draußen: „Das Risiko, etwas Besseres zu verpassen oder die Freiheit und Unabhängigkeit des Ungebundenseins zu opfern.

Denn wer vermutet, noch etwas „Besseres“ bekommen zu können, der spürt in erster Linie nichts anderes als die Tatsache, dass in der eigentlichen Beziehung nicht alle Bedürfnisse gedeckt werden.

Der Gedanke, eine Beziehung könnte einem die Freiheit nehmen, ist zwar nachvollziehbar. Aber er ist unsinnig. Denn wirklich frei ist man, wenn man nicht wählen muss.love 3