Seit Mitte März ist Nichts mehr wie es war, Normalität wurde neu definiert! Zur Bekämpfung des Coronavirus hat die Regierung tief in die persönliche Freiheit der Bürger eingreifende Maßnahmen verordnet. Maßnahmen, die bei vielen auf fast bedingungslose Akzeptanz oder pure Ablehnung stoßen.Die Corona-Pandemie hinterlässt auch Spuren im Alltag derjenigen, die nicht am Virus erkrankt sind: ob abgesagte Operationen, ökonomische Existenzängste, Einsamkeit oder Risikogruppe.
Und genau da treffen wir den wunden Punkt. Zeigen wir Sympatie mit Denen die Angst haben und unter den Spuren leiden, auch wenn man sie nicht auf den ersten Blick sieht oder setzen wir egoistisch und bockig unseren Willen durch, weil gerade alles so doof ist.
Familie Alltagswahnsinn gehört zu der Gruppe der bedingungslosen Akzeptanz, weil wir alle in der Familie zur Risikogruppe gehören und unser Leben toll finden. Ja es ist anstrengend und ja man musste seinen Alltag umkrempeln, aber weiss Gott noch mal das ist alles möglich ohne ständig zu jammern: Mimimimi…. ich muss zu Hause arbeiten mimimimi…. ich muss dem Kind bei den Schulaufgaben helfen mimimimi…. überhaupt ist alles doof und mimimimi meinen Luxusurlaub kann ich auch nicht antreten.
Ganz ehrlich ich kann das „Gejaule“ nicht mehr hören, nur weil wir verlernt haben uns mit uns selbst zu beschäftigen muss man nicht gleich Alle und jeden steinigen. Ja auch wir arbeiten von zu Hause und ja auch wir machen Schulaufgaben und ja es ist anstrengend, aber verdammt noch mal es ist toll, weil wir gesund sind. Es ist respektlos den Menschen gegenüber für die das ganze wirklich gefährlich ist und die daran sterben können.
Seit den, doch für viele zu wenigen, Lockerungen gibt es keinen Anstand mehr, Masken werden garnicht oder falsch getragen, weil mimimimi meine Brille beschlägt ja und von Abstand keine Rede, weil der vor mir trägt ja die Maske dann kann ich auch auf Körperkontakt gehen.
Recht machen kann man es aktuell sowieso nicht allen, denn wir alle kennen das nicht was gerade auf der Welt passiert, aber die die damit nicht klar kommen, sollten vielleicht genau die Risikogruppe Ü70 mal fragen, die wissen genau wie es sich ansfühlt mit Einschränkungen zu leben, denn die meinsten von diesem Menschen haben einen Krieg überlebt und glaubt mir sie halten sich strikt dran, weil sie genau nie wieder mit diesen Einschränkungen leben wollen. Nur die Sandwichgeneration (30-50) spielt gegen die Regeln. Mimimimi… mein Kind muss wieder in den Kindergarten oder die Schule, weil dann brauche ich mich nicht mehr damit beschäftigen, egal was dann passiert. Schon mal darüber nachgedacht, dass Kindergarten und Schule Spaß machen sollen, mit diesen Einschränkungen und Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung, bleibt aber der Spaß auf der Strecke.
Kinder werden verängstigt, weil sie sich an für sie komische Regeln halten müssen und nicht spielen dürfen und einzeln auf Klo gehenmüssen, dass ist doch bescheuert. Kein Wunder das viele dann nicht mehr in die Einrichtungen „soll ja Spaß machen“ gehen wollen. Aber die hysterischen Helikoptereltern wollen ja nur das Beste für die Kids und wenn die böse Regierung da nicht mitmacht, dann fangen sie an zu stenkern. Platzieren wir doch mal Kinderschuhe vor behördlichen Gebäuden, schließlich sind die Kinder die einzigen die nicht angemessen berücksichtigt werden. Ach nein am nächsten Tag stellen wir dann Gehhilfen hin, weil die Senioren in den Einrichtungen ja auch nicht berücksichtigt werden und dann einen Tag später schmeißen wir die Laptops der überforderten Eltern im Homeoffice vor das Rathaus, die Geräte brauchen sie ja eh nicht mehr, da arbeiten, Kind und Haushalt nicht realisierbar ist.
Komisch wie war das vor der Pandemie???? Arbeit war die gleiche, Kinder waren die selben und der Haushalt sollte sich auch nciht geändert haben.
Ich denke aktuell gibt es kaum eine gesellschaftliche Gruppierung die angemessen berücksichtigt wird, aber das geht auch nicht da wir alle nicht wissen was noch passiert und wie es weitergeht. Aber als vernünftige Menschen sollten wir Respekt vor jeden haben, auch wenn wir das alles gerade ziemlich doof finden.
Entschleunigt euch doch mal selbst und überlegt was wirklich wichtig im Leben ist. Sind es die materiellen Dinge, das Prestischdenken mir muss es besser gehen als den anderen oder einfach ich habe meine Lieben um mich, es geht allen Gut und wir genießen einfach mal die intensive Zeit zusammen und lernen uns und unsere Bedürfnisse neu kennen. Eine zweite Welle trifft uns wie einen Hammer und die Einschränkungen werden dann noch viel härter ausfallen und was passiert dann, na klar alle meckern wieder wie doof das alles ist und immer daran denken, die anderen sind schuld, dann fühlt es sich bestimmt besser an.
Familie Alltagswahnsinn hat sich mit der Situation arangiert, wir bleiben zu Hause, treffen Vorsichtsmaßnahmen und ja auch Urlaub geht zu Hause und dann wird es irgendwann wieder besser, aber Hauptsache die Menschen die uns wirklich wichtig sind und eine Herzensangelegenheit darstellen bleiben uns gesund und munter erhalten.
In diesem Sinne, denkt mal drüber nach was wirklich wirklich wichtig im Leben ist.



