Asperger Autismus – intensive Träume

Manche Menschen erleben besonders intensive Träume, weil ihr Gehirn in der REM-Schlafphase sehr aktiv ist. In diesem Schlafstadium werden Erlebnisse und Emotionen verarbeitet, was zu lebhaften oder sogar bizarren Trauminhalten führen kann. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Intensität der Träume: Stress und emotionale Belastungen, Medikamente, psychische Veranlagungen oder Schlafmangel können dazu führen, dass Träume deutlicher wahrgenommen werden. Auch Menschen mit größerer Vorstellungskraft oder Sensibilität berichten oft von intensiveren Träumen. Wenn diese Träume häufig sind, können sie den Schlaf störanfälliger machen, etwa durch häufiges Erwachen, Unruhe oder das Gefühl, nicht erholt zu sein.

Für Personen mit Asperger-Syndrom ist dieses Phänomen oft besonders schwierig zu bewältigen. Viele Betroffene nehmen Reize und Emotionen anders und oft intensiver wahr, was dazu führen kann, dass die Trauminhalte länger im Gedächtnis bleiben oder nachwirken. Außerdem fällt es manchen schwer, nach intensiven Träumen wieder zur Ruhe zu finden oder die Grenze zwischen Traum und Realität zu erkennen, was zu Unsicherheit, Angst oder sogar Panik führen kann. Dies alles kann die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen und sich negativ auf das Wohlbefinden am Tag auswirken.

Was kann helfen, damit es besser wird?

  • Eine ruhige, gewohnte Schlafumgebung schaffen und Rituale vor dem Zubettgehen pflegen, um den Übergang in den Schlaf zu erleichtern.
  • Stress und emotionale Belastungen vor dem Schlafengehen möglichst abbauen, etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Lesen oder das Aufschreiben der Gedanken.
  • Auf anregende Medien (z.B. spannendes Fernsehen, Videospiele) vor dem Schlaf verzichten, um das Gehirn weniger zu stimulieren.
  • Falls Träume belastend sind, kann es helfen, nach dem Aufwachen kurz aufzuschreiben, was geträumt wurde – das kann das Verarbeiten erleichtern und den Kopf beruhigen.
  • Gespräche mit vertrauten Personen oder mit Fachpersonal über belastende Trauminhalte können helfen, Ängste abzubauen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.
  • Ein fester Schlafrhythmus unterstützt die innere Uhr und bewirkt, dass Schlafphasen stabiler und Träume oft weniger belastend werden.

Falls intensive oder belastende Träume über längere Zeit anhalten und die Lebensqualität stark beeinträchtigen, kann professionelle Unterstützung durch Psycholog*innen oder Schlafmediziner*innen sinnvoll sein. Sie können individuelle Strategien entwickeln, um die Schlafqualität nachhaltig zu verbessern und den Umgang mit herausfordernden Träumen zu erleichtern.

4 Pfoten für einen Ridgebeck

Der Rhodesian Ridgeback ist eine faszinierende Hunderasse, die ihren Ursprung im südlichen Afrika hat, genauer gesagt in Simbabwe, dem ehemaligen Rhodesien. Dort wurde er im 19. Jahrhundert von europäischen Siedlern mit lokalen Hunden gekreuzt, um einen widerstandsfähigen und vielseitigen Jagdhund zu schaffen. Das auffälligste Merkmal dieses Hundes ist der sogenannte „Ridge“ auf dem Rücken: Ein Streifen Fell, der entgegen der übrigen Wuchsrichtung steht und dem Ridgeback sein unverwechselbares Aussehen verleiht. Neben seiner Erscheinung ist der Rhodesian Ridgeback bekannt für seinen kräftigen, muskulösen Körperbau, seine Ausdauer und Schnelligkeit, was ihn zu einem geschätzten Begleiter für die Großwildjagd, insbesondere auf Löwen, machte.

Was den Rhodesian Ridgeback besonders macht, ist seine einzigartige Mischung aus Mut, Loyalität und Intelligenz. Im Umgang mit anderen Menschen zeigt er sich zunächst zurückhaltend, manchmal sogar distanziert, aber niemals aggressiv. Hat er erst einmal Vertrauen gefasst, ist er seinen Bezugspersonen gegenüber äußerst treu und wachsam. Seine natürliche Zurückhaltung sorgt dafür, dass er kein typischer „Jedermannsfreund“ ist, sondern einen festen Bezugskreis bevorzugt. In der Familie entwickelt er sich zu einem liebevollen und loyalen Gefährten, der Kinder oft sehr behutsam behandelt.

Die Wirkung des Rhodesian Ridgebacks auf andere ist geprägt von seiner ruhigen, würdevollen Ausstrahlung. Besucher werden meist mit einer gewissen Skepsis begrüßt, doch spürt der Hund keine Bedrohung, entspannt er sich schnell. Sein selbstbewusstes Auftreten und seine Unabhängigkeit wirken auf viele Menschen respektvoll und beeindruckend. Gleichzeitig besitzt er eine ausgeprägte Sensibilität: Ridgebacks nehmen Emotionen und Stimmungen in ihrem Umfeld sehr genau wahr. Sie sind in der Lage, auf leise Signale zu reagieren und sich an neue Situationen gut anzupassen. Gerade diese Sensibilität macht den Rhodesian Ridgeback auch für autistische Menschen interessant, denn er schafft es, auf nonverbale Kommunikation eingehen und durch seine ruhige, ausgeglichene Art Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Sein Bedürfnis nach Struktur und Routine kann zudem dazu beitragen, für autistische Personen ein stabiles Umfeld zu schaffen.

In Bezug auf das Futter ist der Rhodesian Ridgeback recht anspruchsvoll: Als aktiver und großer Hund benötigt er eine hochwertige, proteinreiche Ernährung, die seiner Energie und Muskulatur gerecht wird. Frisches Fleisch, ausgewähltes Gemüse und spezielle Futtermischungen für große Rassen stehen auf seinem Speiseplan, wobei er Abwechslung durchaus schätzt. Schwere, fettreiche Kost oder Reste vom Tisch sollten vermieden werden, da sie nicht nur die Verdauung belasten, sondern auch zu Übergewicht führen können.

Interessant ist das Verhältnis dieser Rasse zu Wetter und Wasser. Viele Rhodesian Ridgebacks sind ausgesprochen wetterfühlig – Regen, Nässe oder gar Kälte werden von vielen Tieren eher gemieden. Stattdessen bevorzugen sie sonnige, warme Tage und trockene Wege für ihre ausgedehnten Spaziergänge. Ebenso ist ihre Begeisterung für Wasser meist gering: Während einige Vertreter dieser Rasse durchaus schwimmen können, meiden viele das kühle Nass, sei es im See, Fluss oder beim Baden zu Hause. Diese Abneigung kann auf ihre Herkunft aus warmen, trockenen Regionen zurückgeführt werden, in denen Wasserquellen knapp und Baden kein Bestandteil ihres Alltags war.

Insgesamt ist der Rhodesian Ridgeback ein stolzer, sensibler und vielseitiger Hund, der sich besonders in erfahrenen Händen und in einem aktiven, respektvollen Umfeld wohlfühlt. Seine besondere Art macht ihn zu einem treuen Partner – vorausgesetzt, man begegnet ihm mit Geduld, Verständnis und einer klaren, liebevollen Führung.

 

 

Asperger Autismus – und das Wetter

Verschiedene Wettersituationen können sich auf Menschen mit Asperger-Autismus unterschiedlich auswirken. Viele Betroffene sind sehr sensibel gegenüber äußeren Reizen, wozu auch Wetterphänomene wie Regen, Wind, starke Sonneneinstrahlung oder Temperaturschwankungen zählen. So kann zum Beispiel starker Wind oder lauter Regen bei manchen Asperger-Autisten Unruhe oder Überforderung auslösen, da die Geräusche und das Gefühl auf der Haut besonders intensiv wahrgenommen werden.

Auch extreme Temperaturen, sei es Hitze oder Kälte, können Stress verursachen, da das Körpergefühl und die Wahrnehmung von Außenreizen häufig verstärkt sind. Andererseits empfinden manche Betroffene ruhiges Wetter, wie einen bewölkten, milden Tag, als angenehm und beruhigend, da weniger störende Reize vorhanden sind. Insgesamt ist die Reaktion auf Wetter sehr individuell und hängt stark von der persönlichen Wahrnehmung und den jeweiligen Empfindlichkeiten ab.

Das sind Reize die 24/7 auftreten und keinen Raum für Pausen bieten. Es kostet unsichtbar täglich Energie die dann nicht mehr für andere Dinge da ist.

Asperger Autismus – wenn die Entschleunigung vom Himmel fällt

Schneefall kann bei Asperger-Autisten unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Viele Menschen mit Asperger-Syndrom haben eine erhöhte Sensibilität gegenüber Sinneseindrücken, weshalb die visuelle und akustische Veränderung durch Schnee – zum Beispiel die gedämpften Geräusche und das helle Weiß – als besonders intensiv wahrgenommen werden kann.

Schneefall kann für Asperger-Autisten auch positive Effekte haben. Die ruhige, gedämpfte Atmosphäre, die durch den Schnee entsteht, reduziert oft störende Hintergrundgeräusche und schafft eine entspannte Umgebung. Das gleichmäßige Weiß wirkt beruhigend auf viele Menschen und kann dazu beitragen, Stress abzubauen. Zudem bietet die klare Struktur der Schneelandschaft visuelle Orientierung, was das Wohlbefinden fördern kann. Manche Asperger-Autisten genießen Spaziergänge im Schnee, da die veränderte Umgebung neue, angenehme Sinneseindrücke vermittelt und zu einer achtsamen Wahrnehmung anregt.

Für Familie Alltagswahnsinnhoch2 ist der Schneefall eine willkommene Entschleunigung von den stressigen Feiertagen. Die ruhige Winterlandschaft lädt dazu ein, gemeinsam innezuhalten und die kleinen Freuden des Alltags zu genießen. So finden wir im sanft fallenden Schnee einen Moment der Gelassenheit, fernab vom hektischen Trubel.

Letztes Jahr war mehr Lametta

– ein geflügeltes Wort, das oft mit einem Augenzwinkern darauf verweist, dass in der Erinnerung frühere Feste oft glanzvoller und entspannter erscheinen. Es verdeutlicht, wie schnell wir dazu neigen, die Vergangenheit zu idealisieren, während wir in der Gegenwart nach Perfektion streben.

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Weihnachten ist für viele Menschen mit hohen Erwartungen verbunden – sei es das perfekte Festessen, harmonische Familienzusammenkünfte oder ausgefallene Geschenke. In der Vorweihnachtszeit häufen sich oft Termine, Besorgungen und Planungen, was zu Zeitdruck und Stress führt. Hinzu kommt, dass jeder versucht, allen gerecht zu werden, wodurch Konflikte und Hektik entstehen können. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Weihnachten häufig als chaotisch und anstrengend empfunden wird.

Um Weihnachten in entspannte Tage zu verwandeln, hilft es, die eigenen Erwartungen bewusst herunterzuschrauben und den Perfektionsanspruch loszulassen. Statt alles perfekt machen zu wollen, kann man Prioritäten setzen und sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist – gemeinsame Zeit mit den Liebsten, kleine Rituale oder auch einfach mal nichts tun. Offene Kommunikation in der Familie über Wünsche und Bedürfnisse verhindert Missverständnisse und entlastet enorm. Außerdem kann es helfen, Aufgaben zu verteilen und bestimmte Verpflichtungen auszuklammern, um mehr Raum für Erholung und Spontanität zu schaffen.

Ein weiteres Mittel, um Stress zu reduzieren, besteht darin, feste Auszeiten einzuplanen – etwa bei einem gemütlichen Spaziergang, mit einem Buch oder bei einer Tasse Tee. Und nicht zuletzt: Sich selbst erlauben, dass auch unperfekte Weihnachten wertvoll und schön sein können. So entsteht Raum für Gelassenheit und echte Festtagsfreude.

Weihnachten im Autismus Spektrum bringt besondere Herausforderungen und Chancen mit sich. Für Menschen im Autismus-Spektrum können die vielen Sinneseindrücke, Veränderungen im Tagesablauf und soziale Verpflichtungen rund um die Feiertage schnell überwältigend wirken. Laute Geräusche, ungewohnte Gerüche und festliche Dekorationen sind oft anstrengend, sodass Rückzugsorte und feste Routinen einen wichtigen Beitrag zur Entspannung leisten.

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Gleichzeitig bieten die Feiertage auch Möglichkeiten für kleinere, individuell gestaltete Rituale, die Sicherheit und Freude vermitteln. Offene Kommunikation über persönliche Bedürfnisse hilft, Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam passende Strategien für ein harmonisches Miteinander zu entwickeln. So kann Weihnachten auch für Familien im Autismus-Spektrum zu einer bereichernden und friedlichen Zeit werden.

Barrierefreie Badsanierung: Vorsicht vor Abzocke bei Firmen, wenn die Pflegekasse zahlt

Die barrierefreie Sanierung eines Badezimmers ist für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedarf ein wichtiger Schritt, um die eigene Lebensqualität zu erhalten. Oftmals werden die Kosten hierfür von der Pflegekasse mit einem Zuschuss unterstützt, was die Umsetzung erleichtert. Doch leider nutzen einige unseriöse Firmen diese Situation aus.

Immer wieder berichten Betroffene davon, dass Angebote für barrierefreie Badsanierungen überteuert sind, sobald bekannt wird, dass die Pflegekasse einen Zuschuss zahlt. Manche Unternehmen setzen auf undurchsichtige Preisgestaltung, bieten unnötige Leistungen an oder rechnen Leistungen doppelt ab. Dies führt dazu, dass der Zuschuss der Pflegekasse nicht ausreicht und Betroffene auf unerwarteten Mehrkosten sitzen bleiben.

In unserem Fall betraff es 2 Bäder. Einmal die barrierefreie Dusche bei Familie Alltagswahnsinn und das Bad bei den Großeltern vom Alltagswahnsinnjunior. Wir haben uns im Vorfeld durch Pflegehelfer24 super beraten lassen und alles besprochen, da es bei den Großeltern eine Doppelfplegestufe gibt und bei Familie Alltagswahnsinn eine Pflegestufe, somit stand der Beantragung einens Zuschusses nichts im Wege. Durch die Beratung wurde uns eine Firma vermittelt, die umgehend einen Vororttermin vereinbart hatte. Soweit so gut. Einmal der Umbau einer Dusche, und dann ein Bad mit neuer Dusche, neuem WC und einer Schiebetür für das Bad, das kleinere Bad bei den Großeltern sollte nur ein neues WC bekommen. Der Außendienstmitarbeiter, kam wie befürchtet mehr als 30 Minuten zu spät, was prinzipiell passieren kann aber nicht sollte, da Menschen mit Einschränkungen sich auf solche Termine extra vorbereiten.

Es wurde alles dokumentiert und ein Aufmass gemacht. Gelockt wurde man von der Firma „Gleichwerk“, dass sie sich ja bei der Pflegekasse um alles kümmern würden, für ältere Menschen super. Aber Achtung. Am gleichen Abend trafen per Email die einzelnen Angebote ein, um siehe da auch hier pure Abzocke. Nur der Umbau der Dusche sollte 8.310,67 Euro kosten. Wir reden hier von einer Duschtasse mit 2 Wänden und den üblichen Amaturen. Ich dachte erst die wollen mir ein komplettes Bad bauen, aber nein nur eine Dusche. Und bei den Großeltern wurde es noch besser. Wie vorher beschrieben eine Teilsanierung eines Bades und im zweiten nur ein WC. Also Teilsanierung sollte kosten 10.730,32 Euro. Und nun haltet euch fest. Nur die Erneuerung eines WC sollte auch 10.730,32 Euro kosten. Sie haben quasi für die Pflegekasse 2 gleiche Angebote erstellt, obwohl nur eine Teilsanierung notwendig ist. Natürlich wurde bei allen Angeboten, gleich die Abtrittserklärung für die Pflegkasse mitgesendet, damit der Betroffene überhaupt keinen Einblick mehr hat. Wir haben dankend abgelehnt und verlangten eine Erklärung und Anpassung des Angebotes. Bis heute und das ist jezt 4 Wochen her ist nichts passiert.

Um sich vor Abzocke zu schützen, empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und diese sorgfältig zu vergleichen. Achten Sie darauf, dass die Leistungen klar aufgeschlüsselt sind und keine unnötigen Zusatzarbeiten berechnet werden. Bei Unsicherheiten kann es hilfreich sein, eine unabhängige Beratungsstelle oder die Verbraucherzentrale hinzuzuziehen. So stellen Sie sicher, dass die barrierefreie Badsanierung fair und transparent abläuft. Und vor allem sagen Sie der Firma nicht, das eine Bezuschussung durch die Pflegekasse möglich ist. Den Antrag kann man als Betroffener formlos zur Kasse schicken mit dem Angebot und so hat man weniger Stress und wird nicht absichtlich über den Tisch gezogen.

Speziell anders – der Podcast von Familie Alltagswahnsinnhoch2

seit gespannt was alles passieren wird, Familie Alltagswahnsinn geht neue Wege. Alle Folgen werden immer am einem Freitag um 18 Uhr veröffentlicht.

Abrufbar bei folgenden Anbietern:

Alle Folgen sind auch hier über den QR Code nach der Veröffentlichung immer direkt abzurufen

Episode 1 – wir stellen uns vor, erschienen am 05.12.2025

Episode 2 – Schwangerschaft zieht um, erschienen am 19.12.2025

Episode 3 – sensorische Hölle, Geburtstage und Co, erschienen 29.12.2025

Episode 4 – neuer Lebensabschnitt Kita und Co., erschienen 09.01.2026

Episode 5 – die Frage nach dem warum!?, erschienen am 16.01.2026

Episode 6 – vom Bodensee nach Brandenburg, erschienen am 23.01.2026

Episode 7 – ein Neuanfang nach dem Umzug, erschienen am 30.01.2026

Episode 8 – Schule – Panik pur, erschienen 06.02.2026

Special – nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, erschienen 13.02.26

Episode 9 – Schule geht weiter, erscheint am 20.02.2026 um 18 Uhr

Kroatien – Urlaubsparadies an der Adriaküste

Womit verbindest du einen Kroatien Urlaub? Wunderschöne Strände, aufregende Landschaften und tolles Essen? Wir lieben die Vielseitigkeit von Kroatien. Ideal für einen Roadtrip oder Strandurlaub. Am flexibelsten bist du, wenn du mit dem eigenen Auto anreist. Mit Kindern lohnt sich auch die Anreise mit Flugzeug und der Übernahme eines Mietwagens vor Ort. Wenn du ein wenig vom Land erkunden möchtest, benötigst du auf jeden Fall ein Auto. Kroatien ist von drei Klimazonen geprägt. Kontinental, alpin und mediterran. Rund um das Meer herrscht ein mediterranes Klima mit niederschlagsarmen und warmen Sommern. Im Herbst regnet es viel, die Winter an der Küste sind mild. Generell rate ich dir zu Reisen in den Monaten Mai, Juni, September und Oktober. Ab Mai steigen die Wassertemperaturen auf 20° C und bleiben bis Ende September konstant bei 20 – 24° C. Ideal zum Baden im Meer.

Sonnenverwöhnte Adriaküste und herrliche Strände mit glasklarem Wasser? Ja, das ist Kroatien. Auch. Die verschiedenen Facetten Kroatiens haben uns nachhaltig beeindruckt – welch ein schönes Land! Dabei war die strahlende Sonne natürlich unser ständiger Begleiter.  Wunderschöne Altstädte und atemberaubende Natur haben unseren Eindruck des Landes geprägt. Es ging durch schmale Gassen in Zadar und Split, über Wanderwege an den Plitvicer Seen und entlang der Küstenstraßen mit immer wiederkehrendem Blick auf die Adria.

Leben mit der unsichtbaren Besonderheit – Asperger Autismus-

Menschen mit Asperger-Syndrom haben Mühe, sich in andere hineinzuversetzen, und erkennen nicht, wie sich das Gegenüber gerade fühlt oder was es möchte. Nonverbale Codes in Form von Mimik, Gestik und Körperhaltung nehmen sie oft nicht wahr oder interpretieren diese falsch. Es fällt auch auf, dass Ironie und zwischen den Zeilen geäußerte Absichten oder bildhafte Redensarten oft missverstanden oder wortwörtlich genommen würden. Ohne ständige Rückmeldungen von außen ist die Welt für Asperger-Betroffene schwer vorhersagbar und extrem unsicher. Asperger-Autisten lieben deshalb feste und verlässliche Abläufe und Strukturen, die ihnen vertraut sind und sich ständig wiederholen. Neues, Veränderungen, Spontaneität und Überraschungen lehnen sie ab, weil diese ihnen Angst machen. Dies äußert sich bei jedem Mensch anders. Manche wollen die immer gleichen Ausflüge machen oder die Ferien stets am selben Ort verbringen, andere täglich dieselben Speisen essen.

Typisch für Asperger ist auch, dass sie häufig Spezialinteressen entwickeln, die oft nicht alterstypisch sind und deshalb etwas seltsam wirken. Dabei beachten sie viele Details und merken sich aussergewöhnlich viele Fakten. Bei Jungs stammen die Vorlieben meist aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik. Darüber hinaus beschäftigen sich beide Geschlechter oft auch überaus intensiv mit Computerspielen wie Minecraft, bei denen Welten erschaffen werden.

Ein weiteres Merkmal der veränderten Wahrnehmung beim Asperger-Syndrom ist die Über- beziehungsweise Unterempfindlichkeit der Sensorik. Normale Sinneseindrücke empfinden Menschen mit Asperger oft deutlich stärker oder aber merklich schwächer als andere Menschen. Schon zarte Berührungen durch einen Luftzug auf der Haut, aber auch Haarewaschen oder Duschen können sie als extrem unangenehm bis schmerzhaft empfinden. Geräusche sind ihnen schnell zu laut, und Gerüche von Deos können ihnen ein unangenehmes Stechen in der Nase verursachen. Kältereize und Schmerzen nehmen Asperger-Betroffene dagegen oft weniger ausgeprägt wahr. Umgekehrt wirkten bestimmte Sinneseindrücke, ausgelöst zum Beispiel durch das Streichen über kühle, glatte oder weiche, flauschige Flächen, beruhigend auf das Nervensystem. Oft werden diese Bewegungen mehrmals wiederholt um sich zu beruhigen und zu regulieren. Auch ihr oft fehlender Blickkontakt falle auf.  Viele Verhaltensweisen, die Asperger zeigen, ergeben im Hinblick auf die Art und Weise, wie sie die Welt wahrnehmen Sinn. Auf andere wirken ihre Handlungen jedoch oft unpassend, egozentrisch oder einfach nur befremdlich. Nicht selten eckten besonders Kinder mit Asperger deshalb an oder werden Opfer von Ausgrenzung oder Mobbing.

Insbesondere Kinder mit Asperger entwickeln deshalb mitunter eine toxische Strategie, um mit Altersgenossen mitzuhalten: Sie beobachten deren Mimik und Gestik ganz genau und kopieren sie anschließend. Spätestens aber mit Beginn der Pubertät, wenn die Sozialkompetenzen bei den anderen deutlich ausgeprägter werden, haben sie damit weniger Erfolg. In der Folge entsteht bei den Betroffenen ein immenser Leidensdruck, weil sie es trotz größter Anstrengung nicht schaffen, ihren sozialen Entwicklungsrückstand zu überspielen. Durch die andauernde Schauspielerei und Überanpassung verleugnen sie sich selbst und spüren trotzdem, dass sie nicht genügen. Das führt häufig zu einer massiven Selbstabwertung mit Folgeerkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwängen, Essstörungen sowie selbstverletzendem Verhalten und Selbstmordgedanken. Entsprechend gehört Borderline zu den am häufigsten gestellten Fehldiagnosen bei Asperger.

Die Mimik – die Nachahmung – bewirkt auch, dass das Asperger-Syndrom mehrheitlich nicht oder erst sehr spät erkannt wird. Auch sind typische Auffälligkeiten wie fehlender Blickkontakt und das zurückgezogene Verhalten, sozial eher akzeptiert zu werden, schlicht als Schüchternheit ausgelegt. Anzeichen, die auf das Asperger-Syndrom hinweisen können, sind – neben den bereits genannten Symptomen – Schlafprobleme, eine ständige Überreiztheit, Wutanfälle zu Hause, während in der Schule alles funktioniert, sowie emotionaler Rückzug und emotionale Aus- und Zusammenbrüche. Häufig treten die Auffälligkeiten im Zusammenhang mit äußeren Veränderungen wie Umzug, Schulwechsel, Scheidung der Eltern oder der Geburt eines Geschwisterkindes auf. So kann ein Schulwechsel von der Primarschule auf die Oberstufe bei einem zuvor gut integrierten Asperger innerhalb von Wochen zur kompletten Schulverweigerung führen. Denn die neue Situation samt unbekannter Umgebung und gesteigerten Anforderungen kann ein Kind mit Asperger oft nicht mehr selbst kompensieren, was dann zur totalen Überforderung führt.

Formal ist Asperger zwar eine Krankheit. Wir verstehen darunter aber vor allem eine andere Art, die Welt wahrzunehmen, die nicht nur Schwächen, sondern auch Stärken mit sich bringt. Asperger ist nicht heilbar und muss auch nicht geheilt werden. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, gerade Kinder mit Asperger in ihrer Entwicklung positiv zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich in Gemeinschaften besser zu integrieren. 

Asperger-Autisten haben auch jede Menge Stärken zu bieten: Sie neigen zu weniger Vorurteilen und gelten als hilfsbereit, loyal und zuverlässig. Asperger-Autisten sind komplett unbestechlich und immer und überall zu 100 Prozent ehrlich. Der berühmte Spruch „Sag immer die Wahrheit, aber sag die Wahrheit nicht immer“ – der zweite Teil funktioniert beim Autisten nicht. Das kann im betrieblichen Alltag auch zu Problemen führen.

Weil die Ausprägung des Asperger-Syndroms eine große Bandbreite hat, ist tatsächlich nicht in jedem Fall eine Behandlung notwendig. Es gibt durchaus Asperger, die insgesamt gut klarkommen, weil sie nur leichte Defizite und viele Ressourcen haben oder – manchmal sogar noch darüber hinaus – unter besonders günstigen Voraussetzungen leben. Dazu gehören beispielsweise eine reizarme Umgebung, ausreichend Pausen und Rückzugsmöglichkeiten, bei Kindern kleinere Klassen, eventuell eine Schulbegleitung sowie Respekt, Geduld und Rücksichtnahme den Betroffenen gegenüber.

Gerade Kinder mit Asperger wünschen sich Freundschaften. Sie wissen einfach oft nicht, wie sie das anstellen sollen.

Was uns wirklich bestreben sollten um glücklich zu sein!

Ich verstelle mich nicht mehr. Ich zeige mich, so wie ich bin. Ich halte nichts mehr zurück, aus Angst was andere über mich denken oder reden könnten. Das habe ich lange genug getan und die Leute haben trotzdem geredet.

Heute ist es mir egal was andere über mich erzählen, was sie amüsant finden oder schräg. Mir ist nichts mehr peinlich, denn ich bin nicht peinlich, ich bin authentisch.

Wenn ich auf dem Tisch tanzen will, tue ich es.
Wenn ich laut singen will, tue ich es. Wenn ich über meine Jugendsünden reden will, dann tue ich es. Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf.
Ich brauche kein Krönchen mehr, das ich richten muss. Ich lasse die Haare strubbelig und mache weiter……

Auch wenn ich schon oft auf Menschen hereingefallen bin, die das, was sie von mir wussten gegen mich verwendet haben, bin ich immer offen geblieben für neue Begegnungen.
Ich halte nichts zurück, denn heute gibt es nichts mehr, das gegen mich verwendet werden könnte.

Die Leichen in meinem Keller sind ausgezogen. Die Schatten haben ihren Schrecken verloren.

So what?!

Lass sie machen.
Lass sie reden.
Lass sie denken.

Ich tue nicht mehr so, als ob es mir nichts ausmacht – es macht mir nichts mehr aus!
Endlich macht es mir wirklich nichts mehr aus!

Und….
Ich habe aufgehört an Menschen festzuhalten, die nicht mit mir weiter gehen wollen. Die mir nichts mehr zu sagen haben. Die mich hintenanstellen. Für die ich austauschbar bin.
Auch nicht an denen, die ich doch so gern behalten wollte. Ich höre auf mich für sie zu interessieren, wenn sie sich nicht mehr für mich interessieren.

Einseitige Geschichten schreibe ich nicht mehr weiter, ich klappe das Buch zu und lege es still zu meinen Erinnerungen.
Ich bin kein Statist mehr in den Leben anderer.

Es hat geschmerzt, an den Rand geschoben zu werden. Es hat befreit es erkannt zu haben und zu gehen. So viel hat sich verändert in den letzten Jahren und heute bin ich froh, diesen Weg gewählt zu haben, auch wenn er nicht immer der leichteste war und ist!