4 Pfoten für einen Ridgebeck

Der Rhodesian Ridgeback ist eine faszinierende Hunderasse, die ihren Ursprung im südlichen Afrika hat, genauer gesagt in Simbabwe, dem ehemaligen Rhodesien. Dort wurde er im 19. Jahrhundert von europäischen Siedlern mit lokalen Hunden gekreuzt, um einen widerstandsfähigen und vielseitigen Jagdhund zu schaffen. Das auffälligste Merkmal dieses Hundes ist der sogenannte „Ridge“ auf dem Rücken: Ein Streifen Fell, der entgegen der übrigen Wuchsrichtung steht und dem Ridgeback sein unverwechselbares Aussehen verleiht. Neben seiner Erscheinung ist der Rhodesian Ridgeback bekannt für seinen kräftigen, muskulösen Körperbau, seine Ausdauer und Schnelligkeit, was ihn zu einem geschätzten Begleiter für die Großwildjagd, insbesondere auf Löwen, machte.

Was den Rhodesian Ridgeback besonders macht, ist seine einzigartige Mischung aus Mut, Loyalität und Intelligenz. Im Umgang mit anderen Menschen zeigt er sich zunächst zurückhaltend, manchmal sogar distanziert, aber niemals aggressiv. Hat er erst einmal Vertrauen gefasst, ist er seinen Bezugspersonen gegenüber äußerst treu und wachsam. Seine natürliche Zurückhaltung sorgt dafür, dass er kein typischer „Jedermannsfreund“ ist, sondern einen festen Bezugskreis bevorzugt. In der Familie entwickelt er sich zu einem liebevollen und loyalen Gefährten, der Kinder oft sehr behutsam behandelt.

Die Wirkung des Rhodesian Ridgebacks auf andere ist geprägt von seiner ruhigen, würdevollen Ausstrahlung. Besucher werden meist mit einer gewissen Skepsis begrüßt, doch spürt der Hund keine Bedrohung, entspannt er sich schnell. Sein selbstbewusstes Auftreten und seine Unabhängigkeit wirken auf viele Menschen respektvoll und beeindruckend. Gleichzeitig besitzt er eine ausgeprägte Sensibilität: Ridgebacks nehmen Emotionen und Stimmungen in ihrem Umfeld sehr genau wahr. Sie sind in der Lage, auf leise Signale zu reagieren und sich an neue Situationen gut anzupassen. Gerade diese Sensibilität macht den Rhodesian Ridgeback auch für autistische Menschen interessant, denn er schafft es, auf nonverbale Kommunikation eingehen und durch seine ruhige, ausgeglichene Art Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Sein Bedürfnis nach Struktur und Routine kann zudem dazu beitragen, für autistische Personen ein stabiles Umfeld zu schaffen.

In Bezug auf das Futter ist der Rhodesian Ridgeback recht anspruchsvoll: Als aktiver und großer Hund benötigt er eine hochwertige, proteinreiche Ernährung, die seiner Energie und Muskulatur gerecht wird. Frisches Fleisch, ausgewähltes Gemüse und spezielle Futtermischungen für große Rassen stehen auf seinem Speiseplan, wobei er Abwechslung durchaus schätzt. Schwere, fettreiche Kost oder Reste vom Tisch sollten vermieden werden, da sie nicht nur die Verdauung belasten, sondern auch zu Übergewicht führen können.

Interessant ist das Verhältnis dieser Rasse zu Wetter und Wasser. Viele Rhodesian Ridgebacks sind ausgesprochen wetterfühlig – Regen, Nässe oder gar Kälte werden von vielen Tieren eher gemieden. Stattdessen bevorzugen sie sonnige, warme Tage und trockene Wege für ihre ausgedehnten Spaziergänge. Ebenso ist ihre Begeisterung für Wasser meist gering: Während einige Vertreter dieser Rasse durchaus schwimmen können, meiden viele das kühle Nass, sei es im See, Fluss oder beim Baden zu Hause. Diese Abneigung kann auf ihre Herkunft aus warmen, trockenen Regionen zurückgeführt werden, in denen Wasserquellen knapp und Baden kein Bestandteil ihres Alltags war.

Insgesamt ist der Rhodesian Ridgeback ein stolzer, sensibler und vielseitiger Hund, der sich besonders in erfahrenen Händen und in einem aktiven, respektvollen Umfeld wohlfühlt. Seine besondere Art macht ihn zu einem treuen Partner – vorausgesetzt, man begegnet ihm mit Geduld, Verständnis und einer klaren, liebevollen Führung.

 

 

Asperger Autismus – Urlaubsplanung

Wie Menschen mit Asperger-Autismus ihren Urlaub gestalten und erleben

Urlaubszeit bedeutet für viele Menschen Entspannung, neue Eindrücke und Abwechslung vom Alltag. Für Personen mit Asperger-Autismus ist dies jedoch oftmals mit besonderen Herausforderungen verbunden. Während andere Spontanität schätzen und Vielfalt suchen, brauchen Autist*innen meist Struktur, Vorhersehbarkeit und Sicherheit, um sich im Urlaub wohlzufühlen. Dies beginnt bereits bei der Planung und zieht sich durch jeden Aspekt der Reise. Im Folgenden werden die spezifischen Bedürfnisse, Herausforderungen und Strategien einer Urlaubsreise aus Sicht einer Person mit Asperger-Syndrom dargestellt.

Die Entscheidung für ein Urlaubsziel erfolgt bei Autist*innen mit Asperger-Syndrom meist nach sehr klaren, persönlichen Kriterien. Im Vordergrund steht eine Umgebung, die Ruhe ausstrahlt und nicht von übermässigen Reizen geprägt ist. Hektische, laute Grossstädte oder touristisch überlaufene Regionen werden meist gemieden. Stattdessen bevorzugen viele kleinere Orte, ländliche Gegenden, Berge, Seen oder das Meer, wo Abstand zu anderen Menschen möglich ist und keine ständige Geräuschkulisse herrscht. Die Verfügbarkeit von klaren Informationen über das Reiseziel ist ausserordentlich wichtig. Oft werden Karten, Hotelfotos, Bewertungen und Erfahrungsberichte studiert, um Überraschungen zu vermeiden. Auch die Anreise muss möglichst stressarm und direkt sein; komplizierte Umstiege oder unvorhergesehene Verzögerungen sind belastend und werden, wenn möglich, vermieden.

Wichtig ist auch, dass das Ziel Rückzugsmöglichkeiten bietet: Parks, Wälder, ein ruhiges Zimmer oder ein privater Balkon sind von grosser Bedeutung, um sich bei Bedarf von der Aussenwelt abzugrenzen. Auch kulturelle oder landschaftliche Besonderheiten können ein Auswahlkriterium sein, sofern sie dem individuellen Interesse entsprechen und nicht mit zu vielen unbekannten Faktoren behaftet sind.

Die Unterkunft muss vor allem eines sein: ein sicherer, überschaubarer Rückzugsort. Für Autist*innen bedeutet dies meist, dass grosse Hotels mit wechselnden Gästen, langen Gängen und viel Personal eher gemieden werden. Bevorzugt werden kleine Pensionen, Ferienwohnungen oder Apartments, in denen man sich selbst versorgen kann. Eine eigene Küche ist hilfreich, um die Kontrolle über das Essen zu behalten. Die Räume sollten sauber, ordentlich und klar strukturiert sein. Unübersichtliche oder chaotische Einrichtungen können Unruhe auslösen.

Auch die Lage der Unterkunft ist entscheidend. Sie sollte ruhig gelegen sein, keinen starken Geräuschen oder Gerüchen ausgesetzt und gut erreichbar. Ein eigener Balkon, Garten oder ein Zimmer zur ruhigen Seite sind ein grosser Pluspunkt. Zudem ist Transparenz wichtig: Vorab genaue Informationen über Zimmeraufteilung, Ausstattung und Umgebung helfen, Unsicherheiten zu vermeiden. Besonderheiten wie etwa die Möglichkeit, das Zimmer abzudunkeln, oder eine optionale Klimaanlage können den Aufenthalt zusätzlich erleichtern.

Nahrung kann für viele Autist*innen ein sensibles Thema sein. Oft bestehen spezielle Vorlieben oder Abneigungen bezüglich Geschmack, Konsistenz, Temperatur oder Geruch von Speisen. Deshalb ist es hilfreich, wenn man sich selbst verpflegen kann. Restaurants werden bevorzugt, wenn sie eine klare Speisekarte haben, keine zu laute Geräuschkulisse bieten und die Möglichkeit besteht, Gerichte individuell anzupassen. Buffets, unbekannte Gerichte oder wechselnde Speisen können Stress hervorrufen.

Für manche ist es wichtig, vertraute Lebensmittel dabeizuhaben, da das Angebot vor Ort nicht immer vorhersehbar ist. Bei Unverträglichkeiten oder Allergien muss vorab geklärt werden, ob entsprechende Optionen verfügbar sind. Auch feste Essenszeiten können eine wichtige Struktur geben, wohingegen spontane oder unregelmässige Mahlzeiten Unsicherheit schaffen können.

Viele Asperger-Autist*innen fahren häufiger an denselben Ort – und das meist aus guten Gründen. Wiederkehrende Reiseziele bieten ein hohes Mass an Vertrautheit und Sicherheit. Man kennt die Wege, weiss, was einen am Urlaubsort, in der Unterkunft und vielleicht sogar in der Umgebung erwartet. Diese Vorhersehbarkeit reduziert Unsicherheiten und ermöglicht es, sich schneller zu entspannen. Neue Orte werden meist nur dann gewählt, wenn sie im Vorfeld intensiv recherchiert wurden und alle wichtigen Informationen vorhanden sind. Das Gefühl, vorbereitet zu sein, hilft, Ängste zu reduzieren und die Reise zu geniessen.

Zudem werden emotionale Bindungen zu bestimmten Orten oder Unterkünften aufgebaut. Das Wiedersehen mit vertrauten Landschaften, Menschen oder Abläufen kann positive Gefühle und Sicherheit vermitteln. Überraschungen sind dort selten, und die Energie kann in Erholung statt in die Bewältigung neuer Reize investiert werden.

Erholung bedeutet für viele Menschen mit Asperger-Autismus vor allem, zur Ruhe zu kommen, sich von äusseren Reizen fernzuhalten und den Tag nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Strukturierte Tagesabläufe, kleine Rituale und feste Zeiten helfen dabei, den Tag überschaubar zu halten. Aktivitäten wie Lesen, Wandern, Spazierengehen, Musik hören oder das Ausüben eines Hobbys sind häufige Quellen der Entspannung. Der Tag wird oft im Voraus geplant, um spontane und unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden. Freizeitangebote werden ausgesucht, die keine grossen Gruppen, laute Geräusche oder überfordernde Situationen mit sich bringen.

Erholsam sind auch Zeiten, in denen einfach nichts passieren muss – das bewusste Geniessen der Stille, der Natur oder des Alleinseins. Die Möglichkeit, sich jederzeit zurückziehen zu können, ist entscheidend für das Wohlbefinden. Für Familien oder Begleitpersonen ist es hilfreich, diese Bedürfnisse zu respektieren und Raum für Individualität zu lassen.

Neue Orte, Geräusche, Gerüche, Menschen oder Abläufe können für Autist*innen sehr intensiv wahrgenommen werden. Deshalb ist es wichtig, Reizüberflutung zu vermeiden. Strategien wie das Mitführen von Geräuschunterdrückenden Kopfhörern, Sonnenbrillen oder vertrauten Gegenständen (Lieblingsbuch, Kuscheldecke, spezielles Kissen) helfen, sich zu schützen und bei Überforderung zur Ruhe zu kommen.

Auch feste Rückzugszeiten sind sinnvoll, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Routinen oder kleine Rituale (z. B. ein Spaziergang am Morgen, eine feste Lesezeit am Abend) geben Sicherheit und helfen, sich zu orientieren. Bei Ausflügen wird oft vorher genau recherchiert: Wo gibt es Toiletten, Rückzugsmöglichkeiten, Sitzgelegenheiten? Notfallpläne für unerwartete Situationen sorgen für zusätzliches Sicherheitsgefühl.

Ein gelungener Urlaub kann für Asperger-Autist*innen sehr bereichernd sein: Er bietet die Möglichkeit, positive Erinnerungen zu sammeln, neue Eindrücke zu erleben und das eigene Wohlbefinden zu stärken. Allerdings ist die Rückkehr in den Alltag oft mit einer Umstellungsphase verbunden. Die vertrauten Routinen und Abläufe müssen erst wieder aufgenommen werden, und manchmal dauert es einige Tage, bis die Eindrücke des Urlaubs verarbeitet sind.

Manche empfinden nach der Rückkehr eine gewisse Erschöpfung oder Unruhe, die sich jedoch legt, sobald die gewohnten Strukturen wieder greifen. Hilfreich sind dann feste Rituale, bekannte Abläufe und das Wissen, dass der Alltag Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Die Erinnerungen an den Urlaub können, wenn er gut verlaufen ist, lange positiv nachwirken und als Motivation für zukünftige Reisen dienen.

Die Urlaubsplanung für Menschen mit Asperger-Autismus erfordert ein hohes Mass an Vorbereitung, Einfühlungsvermögen und Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse. Ruhe, Struktur und Vertrautheit stehen im Zentrum aller Überlegungen. Bekannte Orte, überschaubare Unterkünfte, spezielle Essenswünsche und die Möglichkeit zur Selbstbestimmung sind entscheidende Erfolgsfaktoren für einen gelungenen Urlaub. Gelingt es, die Reise entsprechend zu gestalten, kann der Urlaub für Autist*innen eine wohltuende und bereichernde Erfahrung mit positiven Langzeiteffekten sein.

Asperger Autismus – Planungssicherheit

Warum langfristige Planung so wichtig ist

Für Menschen mit Asperger-Syndrom spielt Planungssicherheit eine entscheidende Rolle im Alltag. Während viele Menschen es als normal empfinden, Urlaube oder Termine kurzfristig festzulegen, benötigen Asperger-Autisten oft einen langfristigen Überblick. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass der Urlaub für die nächsten drei Jahre bereits festgelegt wird. Diese langfristige Planung gibt Sicherheit und hilft, Stress zu vermeiden, der durch Unsicherheiten entstehen kann.

Ein Kalender, der nur ein Jahr abbildet, kann für einen Autisten irritierend oder sogar beunruhigend sein. Der Grund liegt darin, dass viele Autisten ein starkes Bedürfnis nach Übersicht und Kontrolle über die Zukunft haben. Ein Kalender, der lediglich ein Jahr zeigt, lässt viele Unsicherheiten für die Jahre danach offen. Das Fehlen einer mehrjährigen Übersicht kann Gefühle von Kontrollverlust auslösen und zu innerer Unruhe führen.

Autisten fühlen sich oft nur dann wohl, wenn sie wissen, was auf sie zukommt und wie Abläufe im Detail aussehen. Wenn nicht alles bis ins kleinste Detail geplant ist – sei es die Anreise zum Urlaubsort, der Ablauf eines Familienfestes oder der Tagesplan – entsteht schnell Nervosität. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass sich ein Autist überfordert oder sogar ängstlich fühlt. Die genaue Planung ist eine Strategie, um Überraschungen und damit verbundene Belastungen zu vermeiden.

Wenn etwas nicht wie geplant verläuft, ist das für Autisten besonders anstrengend. Sie müssen dann spontan umdenken und sich an neue Gegebenheiten anpassen – eine Fähigkeit, die ihnen häufig schwerfällt. Diese Flexibilität, die für viele Menschen selbstverständlich ist, erfordert von Autisten oft enorme Anstrengung. Unerwartete Veränderungen können Reizüberflutung, Anspannung oder sogar einen sogenannten Meltdown auslösen. Deshalb ist es für sie so wichtig, dass Pläne eingehalten werden und sie auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Planungssicherheit ist für Asperger-Autisten weit mehr als ein Bedürfnis nach Ordnung – sie ist ein essenzieller Bestandteil ihres Wohlbefindens. Langfristige Planung, detaillierte Abläufe und verlässliche Strukturen sind zentrale Hilfsmittel, um sich in einer oft als chaotisch empfundenen Welt zurechtzufinden.

Mammaly – Premium Dog Supplements

Mammaly bietet hochwertige Premium-Nahrungsergänzungsmittel für Hunde an, die speziell entwickelt wurden, um das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Vierbeiner zu unterstützen. Die Produkte zeichnen sich durch sorgfältig ausgewählte, natürliche Inhaltsstoffe aus und werden in Deutschland unter strengen Qualitätsstandards hergestellt. Ob für Gelenke, Verdauung, Haut oder Immunsystem – Mammaly hat für jedes Bedürfnis die passende Ergänzung, sodass Hundebesitzer ihren Lieblingen täglich etwas Gutes tun können. Uns wurde es durch den Tierarzt empfohlen, da wir große Probleme hatten, da unser Ridgeback unter vielen Allergien und Unverträglichkeiten leidet und anstatt ihm ständig Medikamente geben zu müssen haben wir mit den besonderen Leckerchen angefangen.

Unser Ridgeback bekommt von Mammaly Lucky Belly und Active Hips und wir müssen ganz ehrlich sagen, es ist super. Das Fell ist besser, die Verdauung hat sich reguliert, er ist agiler und die Muskel werden parallel gut gestärkt. Wir werden das natürlich so weiter machen und können die Produkte nur empfehlen. Und als Belohnung für das Abo, sonst würden wir es regelmäßig vergessen nachzubestellen, bekommt der liebe Vierbeiner immer mal wieder eine hochwertige Überraschung. Das freut Hund und Mensch. Und das Besondere für uns ist, dass es immer kleine Herzchen sind und nicht diese langweiligen runden Drops.

https://www.mammaly.de/

Asperger Autismus – und das Wetter

Verschiedene Wettersituationen können sich auf Menschen mit Asperger-Autismus unterschiedlich auswirken. Viele Betroffene sind sehr sensibel gegenüber äußeren Reizen, wozu auch Wetterphänomene wie Regen, Wind, starke Sonneneinstrahlung oder Temperaturschwankungen zählen. So kann zum Beispiel starker Wind oder lauter Regen bei manchen Asperger-Autisten Unruhe oder Überforderung auslösen, da die Geräusche und das Gefühl auf der Haut besonders intensiv wahrgenommen werden.

Auch extreme Temperaturen, sei es Hitze oder Kälte, können Stress verursachen, da das Körpergefühl und die Wahrnehmung von Außenreizen häufig verstärkt sind. Andererseits empfinden manche Betroffene ruhiges Wetter, wie einen bewölkten, milden Tag, als angenehm und beruhigend, da weniger störende Reize vorhanden sind. Insgesamt ist die Reaktion auf Wetter sehr individuell und hängt stark von der persönlichen Wahrnehmung und den jeweiligen Empfindlichkeiten ab.

Das sind Reize die 24/7 auftreten und keinen Raum für Pausen bieten. Es kostet unsichtbar täglich Energie die dann nicht mehr für andere Dinge da ist.

Asperger Autismus – wenn die Entschleunigung vom Himmel fällt

Schneefall kann bei Asperger-Autisten unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Viele Menschen mit Asperger-Syndrom haben eine erhöhte Sensibilität gegenüber Sinneseindrücken, weshalb die visuelle und akustische Veränderung durch Schnee – zum Beispiel die gedämpften Geräusche und das helle Weiß – als besonders intensiv wahrgenommen werden kann.

Schneefall kann für Asperger-Autisten auch positive Effekte haben. Die ruhige, gedämpfte Atmosphäre, die durch den Schnee entsteht, reduziert oft störende Hintergrundgeräusche und schafft eine entspannte Umgebung. Das gleichmäßige Weiß wirkt beruhigend auf viele Menschen und kann dazu beitragen, Stress abzubauen. Zudem bietet die klare Struktur der Schneelandschaft visuelle Orientierung, was das Wohlbefinden fördern kann. Manche Asperger-Autisten genießen Spaziergänge im Schnee, da die veränderte Umgebung neue, angenehme Sinneseindrücke vermittelt und zu einer achtsamen Wahrnehmung anregt.

Für Familie Alltagswahnsinnhoch2 ist der Schneefall eine willkommene Entschleunigung von den stressigen Feiertagen. Die ruhige Winterlandschaft lädt dazu ein, gemeinsam innezuhalten und die kleinen Freuden des Alltags zu genießen. So finden wir im sanft fallenden Schnee einen Moment der Gelassenheit, fernab vom hektischen Trubel.

Asperger Autismus – die späte Diagnose als Erwachsener

Viele autistische Erwachsene erhalten ihre Diagnose erst sehr spät. So wie auch wir. Was dann folgt, ist oft (quasi fast immer) ein tiefgreifender Indentitätsprozess. Hier kommt es zu Erleichterung, Wut, Trauer, Verwirrung und Stolz. Und ziemlich oft kommt es alles zugleich. Plötzlich, wenn man viel darüber nachdenkt, ergibt es einen Sinn. Man schwelgt in Kindheitserinnerungen, denkt an die viele Missverständnisse an die eigene Überforderung und die ständie Erschöpfung. Mit der Diagnose wird das Leben auf einmal nachträglich komplett neu geordnet. Bei sehr vielen entwickelt sich eine Form von Trauer und das ist völlig in Ordnung. Man denkt vielleicht an die vielen verlorenen Jahre, die falschen Label, die einem zugesprochen wurden: “ Du bist faul, Du bist zu empflindlich“….

Und auch die verpasste Unterstützung, was wäre gewesen wenn ist ein ganz schwerer Teil und hier reden wir nicht von einem Rückschritt sonder um reine Verarbeitung und Aufarbeitung. Es entwickelt sich eine völlig neue Identität und diese darf und muss wachsen. Der diagnostizierte Autismus ist ein Teil von dir aber nicht zu 100% der Ersatz für deine Persönlichkeit. Du als Mensch entscheidest immer noch ganz für dich selbst wie zentral es ist und wie präsent es dein Leben steuert.

Denn mit dem neuen Wissen über deine eigene Neurodivergenz kannst du deine Grenzen klarer definieren, deinen Selbstschutz nach deinen Bedürfnissen ausrichten und kann klar verständlich machen welche Bedürfnisse für dich wichtig sind.

Asperger Autismus – der alltägliche Wahnsinn

Der Körper stoppt, obwohl man im Kopf schon wieder tausend Pläne hat. Und dann geht plötzlich Garnichts mehr, keine Kraft aber die Gedanken laufen einfach weiter. Man weiß was man tun müsste doch der Körper reagiert nicht. Auf einmal fällt selbst das Kleinste schwer. Auf die Toilette gehen wird zum Kraftakt, Haare kämmen ist zu viel, der Arm zu schwer. Zähne putzen geht gerade gar nicht. Der Kopf will aber der Körper nicht. Viele dieser Dinge treffen nicht die tiefen Interessen und sind somit nicht wichtig. Autismus ist nie nur Autismus. Er ist geprägt von Komorbiditäten, Erfahrungen, Umfeld und Unterstützung. Denn nur so kann der Alltag täglich bewältig werden.

So schlimm kann dir ja nicht gehen, wenn du das geschafft hast mit dem Verein, kannst du ja auch täglich zur Schule oder arbeiten gehen. Wenn Du auf ein Konzert gehen kannst, kannst du auch unter Menschen sein. Wenn du lachen kannst, dann kann es dir gar nicht so schlecht gehen. Diese Sätze klingen harmlos, aber sie sind übergriffig, entwertend und falsch. Autismus ist keine Konstante. Autisten leisten oft enorme Anpassungsarbeit, um etwas zu schaffen, was für andere selbstverständlich ist. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt zum Beispiel bedeutet wochenlange Vorbereitung, Masking die ganze Zeit und dann die Tage oder auch Wochen mit der extremen Erschöpfung danach.

Aber was ist Masking? Innen tobt ein Orkan, aber außen sieht man nichts. Es heißt da sein und funktioniere. Es kostet unendlich viel Kraft doch wie hört man damit auf. Maskieren bedeutet für viele nicht auffallen wollen. Sehr oft aber auch, um nicht aktiv ausgeschlossen zu werden. Demaskieren heißt die Anpassung loszulassen und so zu sein wie man wirklich ist. Gefühle zeigen, statt sie zu unterdrücken. Zuhause zusammenbrechen und seine Interessen offen teilen, auch wenn andere sie nicht verstehen. Demaskieren kann Angst machen und es funktionier tisch sofort. Es muss langsam gelernt werden, damit man sein eigenes Ich nicht verliert.

Autismus ist nicht linear, was an einem Tag möglich ist, kann am nächsten Tag völlig unmöglich sein. Es ist kein Widerspruch dessen sondern ein Teil des Autismus-Spektrum. Etwas schaffen heißt nicht, dass es leicht war. Und etwas nicht schaffen heißt nicht, dass man sich keine Mühe gegeben hat.

Viele sehen ein Loch in der Hose, doch kaum jemand sieht welche Überwindung des gekostet hat, diese Hose überhaupt anzuziehen. Es gibt in der Gesellschaft klare Vorstellungen davon, wie man auszusehen oder sich zu pflegen hat. Doch nicht jeder Tag erlaubt, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Für manche ist Aufstehen schon ein Erfolg, für andere das Anziehen und wieder andere schaffen es vielleicht heute das erste Mal seit Tagen das Haus wieder zu verlassen. Wasser kann brennen, Kleidung kann sich falsch anfühlen, Gerüche können zu stark sein. Hygiene und Pflege sind dann kein Luxusproblem mehr sondern eins sensorische Herausforderung. Wenn die Energie dann dafür gereicht hat, bleibt vieles andere auf der Strecke. Und damit das nicht passiert wird lieber gegessen als geduscht, lieber die vertraute Hose tragen auch wenn sie ein Loch hat. Die Mehrheit achtet nur auf das Äußere, gepflegte haare, saubere Kleidung, doch wer so schaut sieht nur die Oberfläche und nicht die Anstrengung dahinter. Ein Mensch mit Flecken auf dem Shirt hat vielleicht zum ersten Mal seit Tagen gegessen. Ein Mensch mit ungewaschenen Haaren hat vielleicht die ganze Nacht nicht geschlafen, dafür es aber heute geschafft zu funktionieren.

Autismus bedeutet häufig doppelte Anstrengung, nicht nur im Alltag sondern auch im ständigen Vorweisen, dass es keine Faulheit oder kein Erziehungsfehler ist. Viele neurodivergente Menschen und Eltern von autistischen Kindern leben in einem dauernden Beweis Modus. Sie stemmen ohnehin schon mehr als sichtbar ist und müssen zusätzlich eigen, das ihre Anstrengungen echt sind. Von außen kommen schnelle Urteile, Du strengst dich nicht genug an, Dein Kind ist ungezogen, ihr macht es euch bequem, es fehlt euch nur an Wille. Doch die Realität sieht anders aus. Als Autist ist man geboren, es ist keine Wahl, keine Phase und auch kein Fehler. Die doppelte Last besteht darin, eben den echten Herausforderungen sich auch noch permanent rechtfertigen zu müssen. Immer wieder erklären, beweisen und funktionieren. Und das alles hat Folgen, es führt zu Überlastung aller Betroffenen, zu Rückzug und Erschöpfung. Viele landen in einem Burnout und das wird dann auch wieder missverstanden. Wer genau hinsehen würde, würde erkennen, das diese Menschen längst über ihre Grenzen hinausgegangen sind und trotzdem immer wieder aufstehen. Niemand sollte beweisen müssen, dass die eigene Anstrengung echt ist und auch niemand sollte sich täglich rechtfertigen müssen, dass er keine andere Wahl hat.

Asperger Autismus – Was macht die Diagnose mit einem?

Wenn man sich selbst nicht mehr kennt. Viele Autisten haben das Gefühl, sich selbst fremd zu sein. Das ist keine Seltenheit sondern eine Folge der Anpassung. Man durchläuft eine Phase des neu ordnen. Was war die Anpassung? Was war echte Überforderung? Was war ein echtes ich? Welche Freundschaften waren echt? Wurde ich nur akzeptiert wie ich mich angepasst habe? Zum ersten Mal ergibt vieles Sinn und das eigene Leben wirkt wie ein Mosaik, das sich Stück für Stück neu zusammensetzt. Viele erkennen, wie lange sie funktionieren mussten, um akzeptiert zu werden und wie selbstverständlich diese Anpassung über die Jahre geworden ist. Viele verstehen auch, warum sie als Kinder noch mutiger oder rebellischer waren und später ruhiger wurden, weil Abweichung nicht sicher war.

Mit der Diagnose entsteht zum ersten Mal Raum für Selbstmitgefühl. Man darf sich entfalten, neu kennenlernen und langsam ausprobieren, was im Alltag wirklich gut tut. Es muss nichts abrupt verändert werden. Ein langsamer Prozess kann sicherer sein und mehr Stabilität geben. Viele finden in dieser Zeit ein Ich, das vorher keinen Platz hatte und jetzt langsam sichtbar werden darf. Den Verständnis hört nicht bei der Diagnose auf, sondern fängt dort erst an.

Leider immer noch in vielen Familien Realität, wenn man nicht darüber spricht fällt es vielleicht nicht auf. Aber genau das hilft einem Asperger Autisten am wenigsten!

Asperger Autismus – das unsichtbare anders sein

Manchmal fühlt es sich an als wäre man da aber nicht dabei, man versteht und beobachtet, man spürt und fragt sich ganz leise warum das so anstrengend ist. Diese ständige Erschöpfung kommt nicht vom Autismus selbst sondern vom ständigen Aushalten und dabei möchte man doch einfach dazugehören ohne sich selbst dabei zu verlieren. Sie sind nicht wählerisch sondern bewusst in ihren Entscheidungen. Sie sind nicht eigenartig sondern einzigartig. Sie sind auch nicht empfindlich sondern sehr feinfühlig. Sie sind nicht schwierig, sie sind ehrlich und echt. Sie brauchen kein Urteil, sondern echtes Verstehen.

Anpassung ist für einen Autisten keine Stärke es ist das pure Überleben in der lauten Welt.  Wenn du meinen Rückzug als Schwäche siehst, hast du ein falsches Bild da es für mich Heilung bedeutet.

Diese ganzen positiven und wahrscheinlich auch nett gemeinten Komplimente lösen Stress aus. Ein Autist kann auf ein Kompliment nicht angemessen reagieren, weil diese Worte für ihn mit Erwartungen verbunden sind. Es führt zu einer Überforderung, da sie nicht wissen was sie sagen oder fühlen sollen. Das Lob wird gar nicht richtig wahrgenommen, weil die emotionale Bedeutung nicht richtig verstanden wird und der Fokus auf den Fakten liegt. Und wenn dann ein Autist ehrlich reagiert und einen Satz sagt wie: „Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, aber ich freue mich darüber.“ Wird er meistens als unfreundlich wahrgenommen. Sich auch mit anderen zu vergleichen hat keinen Sinn, denn niemand lebt den selben Autismus, dieselbe Geschichte und dieselben Voraussetzungen.  Viele Autisten verlieren sich nicht weil sie sich verändern wollen, sondern wie die Umwelt sie ständig verändern will.  Du bist zu viel, Du bist zu wenig, Du musst Dich anpassen, sprich anders, reagiere normal. Identitätsveränderung wird oft zu Identitätsverlust, weil wir uns kleiner machen als wir sind nur um nicht ständig anzuecken.