Asperger Autismus – der alltägliche Wahnsinn

Der Körper stoppt, obwohl man im Kopf schon wieder tausend Pläne hat. Und dann geht plötzlich Garnichts mehr, keine Kraft aber die Gedanken laufen einfach weiter. Man weiß was man tun müsste doch der Körper reagiert nicht. Auf einmal fällt selbst das Kleinste schwer. Auf die Toilette gehen wird zum Kraftakt, Haare kämmen ist zu viel, der Arm zu schwer. Zähne putzen geht gerade gar nicht. Der Kopf will aber der Körper nicht. Viele dieser Dinge treffen nicht die tiefen Interessen und sind somit nicht wichtig. Autismus ist nie nur Autismus. Er ist geprägt von Komorbiditäten, Erfahrungen, Umfeld und Unterstützung. Denn nur so kann der Alltag täglich bewältig werden.

So schlimm kann dir ja nicht gehen, wenn du das geschafft hast mit dem Verein, kannst du ja auch täglich zur Schule oder arbeiten gehen. Wenn Du auf ein Konzert gehen kannst, kannst du auch unter Menschen sein. Wenn du lachen kannst, dann kann es dir gar nicht so schlecht gehen. Diese Sätze klingen harmlos, aber sie sind übergriffig, entwertend und falsch. Autismus ist keine Konstante. Autisten leisten oft enorme Anpassungsarbeit, um etwas zu schaffen, was für andere selbstverständlich ist. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt zum Beispiel bedeutet wochenlange Vorbereitung, Masking die ganze Zeit und dann die Tage oder auch Wochen mit der extremen Erschöpfung danach.

Aber was ist Masking? Innen tobt ein Orkan, aber außen sieht man nichts. Es heißt da sein und funktioniere. Es kostet unendlich viel Kraft doch wie hört man damit auf. Maskieren bedeutet für viele nicht auffallen wollen. Sehr oft aber auch, um nicht aktiv ausgeschlossen zu werden. Demaskieren heißt die Anpassung loszulassen und so zu sein wie man wirklich ist. Gefühle zeigen, statt sie zu unterdrücken. Zuhause zusammenbrechen und seine Interessen offen teilen, auch wenn andere sie nicht verstehen. Demaskieren kann Angst machen und es funktionier tisch sofort. Es muss langsam gelernt werden, damit man sein eigenes Ich nicht verliert.

Autismus ist nicht linear, was an einem Tag möglich ist, kann am nächsten Tag völlig unmöglich sein. Es ist kein Widerspruch dessen sondern ein Teil des Autismus-Spektrum. Etwas schaffen heißt nicht, dass es leicht war. Und etwas nicht schaffen heißt nicht, dass man sich keine Mühe gegeben hat.

Viele sehen ein Loch in der Hose, doch kaum jemand sieht welche Überwindung des gekostet hat, diese Hose überhaupt anzuziehen. Es gibt in der Gesellschaft klare Vorstellungen davon, wie man auszusehen oder sich zu pflegen hat. Doch nicht jeder Tag erlaubt, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Für manche ist Aufstehen schon ein Erfolg, für andere das Anziehen und wieder andere schaffen es vielleicht heute das erste Mal seit Tagen das Haus wieder zu verlassen. Wasser kann brennen, Kleidung kann sich falsch anfühlen, Gerüche können zu stark sein. Hygiene und Pflege sind dann kein Luxusproblem mehr sondern eins sensorische Herausforderung. Wenn die Energie dann dafür gereicht hat, bleibt vieles andere auf der Strecke. Und damit das nicht passiert wird lieber gegessen als geduscht, lieber die vertraute Hose tragen auch wenn sie ein Loch hat. Die Mehrheit achtet nur auf das Äußere, gepflegte haare, saubere Kleidung, doch wer so schaut sieht nur die Oberfläche und nicht die Anstrengung dahinter. Ein Mensch mit Flecken auf dem Shirt hat vielleicht zum ersten Mal seit Tagen gegessen. Ein Mensch mit ungewaschenen Haaren hat vielleicht die ganze Nacht nicht geschlafen, dafür es aber heute geschafft zu funktionieren.

Autismus bedeutet häufig doppelte Anstrengung, nicht nur im Alltag sondern auch im ständigen Vorweisen, dass es keine Faulheit oder kein Erziehungsfehler ist. Viele neurodivergente Menschen und Eltern von autistischen Kindern leben in einem dauernden Beweis Modus. Sie stemmen ohnehin schon mehr als sichtbar ist und müssen zusätzlich eigen, das ihre Anstrengungen echt sind. Von außen kommen schnelle Urteile, Du strengst dich nicht genug an, Dein Kind ist ungezogen, ihr macht es euch bequem, es fehlt euch nur an Wille. Doch die Realität sieht anders aus. Als Autist ist man geboren, es ist keine Wahl, keine Phase und auch kein Fehler. Die doppelte Last besteht darin, eben den echten Herausforderungen sich auch noch permanent rechtfertigen zu müssen. Immer wieder erklären, beweisen und funktionieren. Und das alles hat Folgen, es führt zu Überlastung aller Betroffenen, zu Rückzug und Erschöpfung. Viele landen in einem Burnout und das wird dann auch wieder missverstanden. Wer genau hinsehen würde, würde erkennen, das diese Menschen längst über ihre Grenzen hinausgegangen sind und trotzdem immer wieder aufstehen. Niemand sollte beweisen müssen, dass die eigene Anstrengung echt ist und auch niemand sollte sich täglich rechtfertigen müssen, dass er keine andere Wahl hat.

Asperger Autismus – Was macht die Diagnose mit einem?

Wenn man sich selbst nicht mehr kennt. Viele Autisten haben das Gefühl, sich selbst fremd zu sein. Das ist keine Seltenheit sondern eine Folge der Anpassung. Man durchläuft eine Phase des neu ordnen. Was war die Anpassung? Was war echte Überforderung? Was war ein echtes ich? Welche Freundschaften waren echt? Wurde ich nur akzeptiert wie ich mich angepasst habe? Zum ersten Mal ergibt vieles Sinn und das eigene Leben wirkt wie ein Mosaik, das sich Stück für Stück neu zusammensetzt. Viele erkennen, wie lange sie funktionieren mussten, um akzeptiert zu werden und wie selbstverständlich diese Anpassung über die Jahre geworden ist. Viele verstehen auch, warum sie als Kinder noch mutiger oder rebellischer waren und später ruhiger wurden, weil Abweichung nicht sicher war.

Mit der Diagnose entsteht zum ersten Mal Raum für Selbstmitgefühl. Man darf sich entfalten, neu kennenlernen und langsam ausprobieren, was im Alltag wirklich gut tut. Es muss nichts abrupt verändert werden. Ein langsamer Prozess kann sicherer sein und mehr Stabilität geben. Viele finden in dieser Zeit ein Ich, das vorher keinen Platz hatte und jetzt langsam sichtbar werden darf. Den Verständnis hört nicht bei der Diagnose auf, sondern fängt dort erst an.

Leider immer noch in vielen Familien Realität, wenn man nicht darüber spricht fällt es vielleicht nicht auf. Aber genau das hilft einem Asperger Autisten am wenigsten!

Asperger Autismus – das unsichtbare anders sein

Manchmal fühlt es sich an als wäre man da aber nicht dabei, man versteht und beobachtet, man spürt und fragt sich ganz leise warum das so anstrengend ist. Diese ständige Erschöpfung kommt nicht vom Autismus selbst sondern vom ständigen Aushalten und dabei möchte man doch einfach dazugehören ohne sich selbst dabei zu verlieren. Sie sind nicht wählerisch sondern bewusst in ihren Entscheidungen. Sie sind nicht eigenartig sondern einzigartig. Sie sind auch nicht empfindlich sondern sehr feinfühlig. Sie sind nicht schwierig, sie sind ehrlich und echt. Sie brauchen kein Urteil, sondern echtes Verstehen.

Anpassung ist für einen Autisten keine Stärke es ist das pure Überleben in der lauten Welt.  Wenn du meinen Rückzug als Schwäche siehst, hast du ein falsches Bild da es für mich Heilung bedeutet.

Diese ganzen positiven und wahrscheinlich auch nett gemeinten Komplimente lösen Stress aus. Ein Autist kann auf ein Kompliment nicht angemessen reagieren, weil diese Worte für ihn mit Erwartungen verbunden sind. Es führt zu einer Überforderung, da sie nicht wissen was sie sagen oder fühlen sollen. Das Lob wird gar nicht richtig wahrgenommen, weil die emotionale Bedeutung nicht richtig verstanden wird und der Fokus auf den Fakten liegt. Und wenn dann ein Autist ehrlich reagiert und einen Satz sagt wie: „Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, aber ich freue mich darüber.“ Wird er meistens als unfreundlich wahrgenommen. Sich auch mit anderen zu vergleichen hat keinen Sinn, denn niemand lebt den selben Autismus, dieselbe Geschichte und dieselben Voraussetzungen.  Viele Autisten verlieren sich nicht weil sie sich verändern wollen, sondern wie die Umwelt sie ständig verändern will.  Du bist zu viel, Du bist zu wenig, Du musst Dich anpassen, sprich anders, reagiere normal. Identitätsveränderung wird oft zu Identitätsverlust, weil wir uns kleiner machen als wir sind nur um nicht ständig anzuecken.

Letztes Jahr war mehr Lametta

– ein geflügeltes Wort, das oft mit einem Augenzwinkern darauf verweist, dass in der Erinnerung frühere Feste oft glanzvoller und entspannter erscheinen. Es verdeutlicht, wie schnell wir dazu neigen, die Vergangenheit zu idealisieren, während wir in der Gegenwart nach Perfektion streben.

Screenshot

Weihnachten ist für viele Menschen mit hohen Erwartungen verbunden – sei es das perfekte Festessen, harmonische Familienzusammenkünfte oder ausgefallene Geschenke. In der Vorweihnachtszeit häufen sich oft Termine, Besorgungen und Planungen, was zu Zeitdruck und Stress führt. Hinzu kommt, dass jeder versucht, allen gerecht zu werden, wodurch Konflikte und Hektik entstehen können. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Weihnachten häufig als chaotisch und anstrengend empfunden wird.

Um Weihnachten in entspannte Tage zu verwandeln, hilft es, die eigenen Erwartungen bewusst herunterzuschrauben und den Perfektionsanspruch loszulassen. Statt alles perfekt machen zu wollen, kann man Prioritäten setzen und sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist – gemeinsame Zeit mit den Liebsten, kleine Rituale oder auch einfach mal nichts tun. Offene Kommunikation in der Familie über Wünsche und Bedürfnisse verhindert Missverständnisse und entlastet enorm. Außerdem kann es helfen, Aufgaben zu verteilen und bestimmte Verpflichtungen auszuklammern, um mehr Raum für Erholung und Spontanität zu schaffen.

Ein weiteres Mittel, um Stress zu reduzieren, besteht darin, feste Auszeiten einzuplanen – etwa bei einem gemütlichen Spaziergang, mit einem Buch oder bei einer Tasse Tee. Und nicht zuletzt: Sich selbst erlauben, dass auch unperfekte Weihnachten wertvoll und schön sein können. So entsteht Raum für Gelassenheit und echte Festtagsfreude.

Weihnachten im Autismus Spektrum bringt besondere Herausforderungen und Chancen mit sich. Für Menschen im Autismus-Spektrum können die vielen Sinneseindrücke, Veränderungen im Tagesablauf und soziale Verpflichtungen rund um die Feiertage schnell überwältigend wirken. Laute Geräusche, ungewohnte Gerüche und festliche Dekorationen sind oft anstrengend, sodass Rückzugsorte und feste Routinen einen wichtigen Beitrag zur Entspannung leisten.

Screenshot

Gleichzeitig bieten die Feiertage auch Möglichkeiten für kleinere, individuell gestaltete Rituale, die Sicherheit und Freude vermitteln. Offene Kommunikation über persönliche Bedürfnisse hilft, Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam passende Strategien für ein harmonisches Miteinander zu entwickeln. So kann Weihnachten auch für Familien im Autismus-Spektrum zu einer bereichernden und friedlichen Zeit werden.

Barrierefreie Badsanierung: Vorsicht vor Abzocke bei Firmen, wenn die Pflegekasse zahlt

Die barrierefreie Sanierung eines Badezimmers ist für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedarf ein wichtiger Schritt, um die eigene Lebensqualität zu erhalten. Oftmals werden die Kosten hierfür von der Pflegekasse mit einem Zuschuss unterstützt, was die Umsetzung erleichtert. Doch leider nutzen einige unseriöse Firmen diese Situation aus.

Immer wieder berichten Betroffene davon, dass Angebote für barrierefreie Badsanierungen überteuert sind, sobald bekannt wird, dass die Pflegekasse einen Zuschuss zahlt. Manche Unternehmen setzen auf undurchsichtige Preisgestaltung, bieten unnötige Leistungen an oder rechnen Leistungen doppelt ab. Dies führt dazu, dass der Zuschuss der Pflegekasse nicht ausreicht und Betroffene auf unerwarteten Mehrkosten sitzen bleiben.

In unserem Fall betraff es 2 Bäder. Einmal die barrierefreie Dusche bei Familie Alltagswahnsinn und das Bad bei den Großeltern vom Alltagswahnsinnjunior. Wir haben uns im Vorfeld durch Pflegehelfer24 super beraten lassen und alles besprochen, da es bei den Großeltern eine Doppelfplegestufe gibt und bei Familie Alltagswahnsinn eine Pflegestufe, somit stand der Beantragung einens Zuschusses nichts im Wege. Durch die Beratung wurde uns eine Firma vermittelt, die umgehend einen Vororttermin vereinbart hatte. Soweit so gut. Einmal der Umbau einer Dusche, und dann ein Bad mit neuer Dusche, neuem WC und einer Schiebetür für das Bad, das kleinere Bad bei den Großeltern sollte nur ein neues WC bekommen. Der Außendienstmitarbeiter, kam wie befürchtet mehr als 30 Minuten zu spät, was prinzipiell passieren kann aber nicht sollte, da Menschen mit Einschränkungen sich auf solche Termine extra vorbereiten.

Es wurde alles dokumentiert und ein Aufmass gemacht. Gelockt wurde man von der Firma „Gleichwerk“, dass sie sich ja bei der Pflegekasse um alles kümmern würden, für ältere Menschen super. Aber Achtung. Am gleichen Abend trafen per Email die einzelnen Angebote ein, um siehe da auch hier pure Abzocke. Nur der Umbau der Dusche sollte 8.310,67 Euro kosten. Wir reden hier von einer Duschtasse mit 2 Wänden und den üblichen Amaturen. Ich dachte erst die wollen mir ein komplettes Bad bauen, aber nein nur eine Dusche. Und bei den Großeltern wurde es noch besser. Wie vorher beschrieben eine Teilsanierung eines Bades und im zweiten nur ein WC. Also Teilsanierung sollte kosten 10.730,32 Euro. Und nun haltet euch fest. Nur die Erneuerung eines WC sollte auch 10.730,32 Euro kosten. Sie haben quasi für die Pflegekasse 2 gleiche Angebote erstellt, obwohl nur eine Teilsanierung notwendig ist. Natürlich wurde bei allen Angeboten, gleich die Abtrittserklärung für die Pflegkasse mitgesendet, damit der Betroffene überhaupt keinen Einblick mehr hat. Wir haben dankend abgelehnt und verlangten eine Erklärung und Anpassung des Angebotes. Bis heute und das ist jezt 4 Wochen her ist nichts passiert.

Um sich vor Abzocke zu schützen, empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und diese sorgfältig zu vergleichen. Achten Sie darauf, dass die Leistungen klar aufgeschlüsselt sind und keine unnötigen Zusatzarbeiten berechnet werden. Bei Unsicherheiten kann es hilfreich sein, eine unabhängige Beratungsstelle oder die Verbraucherzentrale hinzuzuziehen. So stellen Sie sicher, dass die barrierefreie Badsanierung fair und transparent abläuft. Und vor allem sagen Sie der Firma nicht, das eine Bezuschussung durch die Pflegekasse möglich ist. Den Antrag kann man als Betroffener formlos zur Kasse schicken mit dem Angebot und so hat man weniger Stress und wird nicht absichtlich über den Tisch gezogen.

Bella Italia – Maison Armandi

Ein Geheimtipp für alle, die Ruhe und Authentizität suchen

Es war Mitte September, als wir uns entschieden, dem Alltag zu entfliehen und Montemarciano, ein charmantes Städtchen an der Adriaküste der italienischen Region Marken, zu besuchen. Während die meisten Italienurlauber im Sommer kommen, lockte uns gerade die Nebensaison – die leeren Strände, die ruhigen Gassen und das echte italienische Leben ohne Hektik.

Schon am ersten Morgen verspürten wir diese besondere Gelassenheit. Die Sonne schickte goldenes Licht über das Meer, und außer ein paar Fischern, die ihre Netze ordneten, war niemand am Strand. Das Wasser war warm und am Horizont glitzerten vereinzelte Segelboote. Wir schlenderten durch das historische Zentrum, lauschten dem Klang unserer Schritte auf den Pflastersteinen und ließ uns in einem kleinen Café von freundlichen Einheimischen mit Cappuccino und frischer Focaccia verwöhnen.

Obwohl viele Restaurants und Hotels in der Nebensaison geschlossen haben, entdeckte wir versteckte Trattorien, in denen die Köche noch Zeit für einen Plausch mit den Gästen hatten. Hier erlebte wir die Traditionelle-Küche in ihrer ehrlichsten Form: Hausgemachte Pasta, frisch gefangener Fisch und ein Glas regionaler Verdicchio – jede Mahlzeit wurde zelebriert.

An einem windigen Nachmittag besuchte wir die alten Festungen und genoss den weiten Blick über sanfte Hügel, Olivenhaine und Weinberge. Ohne den Trubel der Hauptsaison konnte wir in aller Ruhe fotografieren, zeichnen und die Stille genießen. Abends schlenderten wir regelmäßig zum Meer, wo sich das Licht rosa und orange über den Wellen spiegelte und mir das Gefühl gab, Montemarciano ganz für uns allein zu haben. Es war so praktisch, dass der Strand und das Meer direkt  vor der Unterkunft waren.

Ein Urlaub in Montemarciano außerhalb der Saison ist ein Geheimtipp für alle, die nicht nach Partys und Trubel suchen, sondern nach Entschleunigung, echtem italienischem Flair und kostbaren Momenten der Ruhe. Wir haben uns selten so erholt gefühlt – und wissen jetzt, dass die schönsten Reiseerlebnisse manchmal abseits der üblichen Pfade liegen. Und auch unsere Unterkunft ist ein echter Geheimtipp, hochmodern, individuell und mit Liebe eingerichtet. Es fehlte uns an Nichts und wenn Fragen waren, war der Vermieter sofort zur Stelle. Absolut zu empfehlen.

Speziell anders – der Podcast von Familie Alltagswahnsinnhoch2

seit gespannt was alles passieren wird, Familie Alltagswahnsinn geht neue Wege. Alle Folgen werden immer am einem Freitag um 18 Uhr veröffentlicht.

Abrufbar bei folgenden Anbietern:

Alle Folgen sind auch hier über den QR Code nach der Veröffentlichung immer direkt abzurufen

Episode 1 – wir stellen uns vor, erschienen am 05.12.2025

Episode 2 – Schwangerschaft zieht um, erschienen am 19.12.2025

Episode 3 – sensorische Hölle, Geburtstage und Co, erschienen 29.12.2025

Episode 4 – neuer Lebensabschnitt Kita und Co., erschienen 09.01.2026

Episode 5 – die Frage nach dem warum!?, erschienen am 16.01.2026

Episode 6 – vom Bodensee nach Brandenburg, erschienen am 23.01.2026

Episode 7 – ein Neuanfang nach dem Umzug, erschienen am 30.01.2026

Episode 8 – Schule – Panik pur, erschienen 06.02.2026

Special – nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, erschienen 13.02.26

Episode 9 – Schule geht weiter, erschienen 20.02.2026

Episode 10 – wenn man nicht in die Gesellschaft passt, erschienen am 27.02.2026

Episode 11 – der finale Schulakt, erschienen am 06.03.2026

Episode 12 – Rückblick von Familie Alltagswahnsinnhoch2, erschienen am 13.03.2026

Special – Charity Aktion zum Podcasthon – Special Olympics, erschienen am 20.03.2026

Episode 13 – Rückblick 2.0, erschienen am 27.03.2026

Episode 14 – Ordnung in der ewigen Stadt… oder warum ich alle Säulen zählen will, erschienen am 03.04.2026

Episode 15 – Osterfeiertage: Stress für Autisten, die Erleichterung danach und Gedanken zur Weltlage, erscheint am 10.04.2026 um 18 Uhr

Episode 16 –

Kroatien – Urlaubsparadies an der Adriaküste

Womit verbindest du einen Kroatien Urlaub? Wunderschöne Strände, aufregende Landschaften und tolles Essen? Wir lieben die Vielseitigkeit von Kroatien. Ideal für einen Roadtrip oder Strandurlaub. Am flexibelsten bist du, wenn du mit dem eigenen Auto anreist. Mit Kindern lohnt sich auch die Anreise mit Flugzeug und der Übernahme eines Mietwagens vor Ort. Wenn du ein wenig vom Land erkunden möchtest, benötigst du auf jeden Fall ein Auto. Kroatien ist von drei Klimazonen geprägt. Kontinental, alpin und mediterran. Rund um das Meer herrscht ein mediterranes Klima mit niederschlagsarmen und warmen Sommern. Im Herbst regnet es viel, die Winter an der Küste sind mild. Generell rate ich dir zu Reisen in den Monaten Mai, Juni, September und Oktober. Ab Mai steigen die Wassertemperaturen auf 20° C und bleiben bis Ende September konstant bei 20 – 24° C. Ideal zum Baden im Meer.

Sonnenverwöhnte Adriaküste und herrliche Strände mit glasklarem Wasser? Ja, das ist Kroatien. Auch. Die verschiedenen Facetten Kroatiens haben uns nachhaltig beeindruckt – welch ein schönes Land! Dabei war die strahlende Sonne natürlich unser ständiger Begleiter.  Wunderschöne Altstädte und atemberaubende Natur haben unseren Eindruck des Landes geprägt. Es ging durch schmale Gassen in Zadar und Split, über Wanderwege an den Plitvicer Seen und entlang der Küstenstraßen mit immer wiederkehrendem Blick auf die Adria.

Leben mit der unsichtbaren Besonderheit – Asperger Autismus-

Menschen mit Asperger-Syndrom haben Mühe, sich in andere hineinzuversetzen, und erkennen nicht, wie sich das Gegenüber gerade fühlt oder was es möchte. Nonverbale Codes in Form von Mimik, Gestik und Körperhaltung nehmen sie oft nicht wahr oder interpretieren diese falsch. Es fällt auch auf, dass Ironie und zwischen den Zeilen geäußerte Absichten oder bildhafte Redensarten oft missverstanden oder wortwörtlich genommen würden. Ohne ständige Rückmeldungen von außen ist die Welt für Asperger-Betroffene schwer vorhersagbar und extrem unsicher. Asperger-Autisten lieben deshalb feste und verlässliche Abläufe und Strukturen, die ihnen vertraut sind und sich ständig wiederholen. Neues, Veränderungen, Spontaneität und Überraschungen lehnen sie ab, weil diese ihnen Angst machen. Dies äußert sich bei jedem Mensch anders. Manche wollen die immer gleichen Ausflüge machen oder die Ferien stets am selben Ort verbringen, andere täglich dieselben Speisen essen.

Typisch für Asperger ist auch, dass sie häufig Spezialinteressen entwickeln, die oft nicht alterstypisch sind und deshalb etwas seltsam wirken. Dabei beachten sie viele Details und merken sich aussergewöhnlich viele Fakten. Bei Jungs stammen die Vorlieben meist aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik. Darüber hinaus beschäftigen sich beide Geschlechter oft auch überaus intensiv mit Computerspielen wie Minecraft, bei denen Welten erschaffen werden.

Ein weiteres Merkmal der veränderten Wahrnehmung beim Asperger-Syndrom ist die Über- beziehungsweise Unterempfindlichkeit der Sensorik. Normale Sinneseindrücke empfinden Menschen mit Asperger oft deutlich stärker oder aber merklich schwächer als andere Menschen. Schon zarte Berührungen durch einen Luftzug auf der Haut, aber auch Haarewaschen oder Duschen können sie als extrem unangenehm bis schmerzhaft empfinden. Geräusche sind ihnen schnell zu laut, und Gerüche von Deos können ihnen ein unangenehmes Stechen in der Nase verursachen. Kältereize und Schmerzen nehmen Asperger-Betroffene dagegen oft weniger ausgeprägt wahr. Umgekehrt wirkten bestimmte Sinneseindrücke, ausgelöst zum Beispiel durch das Streichen über kühle, glatte oder weiche, flauschige Flächen, beruhigend auf das Nervensystem. Oft werden diese Bewegungen mehrmals wiederholt um sich zu beruhigen und zu regulieren. Auch ihr oft fehlender Blickkontakt falle auf.  Viele Verhaltensweisen, die Asperger zeigen, ergeben im Hinblick auf die Art und Weise, wie sie die Welt wahrnehmen Sinn. Auf andere wirken ihre Handlungen jedoch oft unpassend, egozentrisch oder einfach nur befremdlich. Nicht selten eckten besonders Kinder mit Asperger deshalb an oder werden Opfer von Ausgrenzung oder Mobbing.

Insbesondere Kinder mit Asperger entwickeln deshalb mitunter eine toxische Strategie, um mit Altersgenossen mitzuhalten: Sie beobachten deren Mimik und Gestik ganz genau und kopieren sie anschließend. Spätestens aber mit Beginn der Pubertät, wenn die Sozialkompetenzen bei den anderen deutlich ausgeprägter werden, haben sie damit weniger Erfolg. In der Folge entsteht bei den Betroffenen ein immenser Leidensdruck, weil sie es trotz größter Anstrengung nicht schaffen, ihren sozialen Entwicklungsrückstand zu überspielen. Durch die andauernde Schauspielerei und Überanpassung verleugnen sie sich selbst und spüren trotzdem, dass sie nicht genügen. Das führt häufig zu einer massiven Selbstabwertung mit Folgeerkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwängen, Essstörungen sowie selbstverletzendem Verhalten und Selbstmordgedanken. Entsprechend gehört Borderline zu den am häufigsten gestellten Fehldiagnosen bei Asperger.

Die Mimik – die Nachahmung – bewirkt auch, dass das Asperger-Syndrom mehrheitlich nicht oder erst sehr spät erkannt wird. Auch sind typische Auffälligkeiten wie fehlender Blickkontakt und das zurückgezogene Verhalten, sozial eher akzeptiert zu werden, schlicht als Schüchternheit ausgelegt. Anzeichen, die auf das Asperger-Syndrom hinweisen können, sind – neben den bereits genannten Symptomen – Schlafprobleme, eine ständige Überreiztheit, Wutanfälle zu Hause, während in der Schule alles funktioniert, sowie emotionaler Rückzug und emotionale Aus- und Zusammenbrüche. Häufig treten die Auffälligkeiten im Zusammenhang mit äußeren Veränderungen wie Umzug, Schulwechsel, Scheidung der Eltern oder der Geburt eines Geschwisterkindes auf. So kann ein Schulwechsel von der Primarschule auf die Oberstufe bei einem zuvor gut integrierten Asperger innerhalb von Wochen zur kompletten Schulverweigerung führen. Denn die neue Situation samt unbekannter Umgebung und gesteigerten Anforderungen kann ein Kind mit Asperger oft nicht mehr selbst kompensieren, was dann zur totalen Überforderung führt.

Formal ist Asperger zwar eine Krankheit. Wir verstehen darunter aber vor allem eine andere Art, die Welt wahrzunehmen, die nicht nur Schwächen, sondern auch Stärken mit sich bringt. Asperger ist nicht heilbar und muss auch nicht geheilt werden. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, gerade Kinder mit Asperger in ihrer Entwicklung positiv zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich in Gemeinschaften besser zu integrieren. 

Asperger-Autisten haben auch jede Menge Stärken zu bieten: Sie neigen zu weniger Vorurteilen und gelten als hilfsbereit, loyal und zuverlässig. Asperger-Autisten sind komplett unbestechlich und immer und überall zu 100 Prozent ehrlich. Der berühmte Spruch „Sag immer die Wahrheit, aber sag die Wahrheit nicht immer“ – der zweite Teil funktioniert beim Autisten nicht. Das kann im betrieblichen Alltag auch zu Problemen führen.

Weil die Ausprägung des Asperger-Syndroms eine große Bandbreite hat, ist tatsächlich nicht in jedem Fall eine Behandlung notwendig. Es gibt durchaus Asperger, die insgesamt gut klarkommen, weil sie nur leichte Defizite und viele Ressourcen haben oder – manchmal sogar noch darüber hinaus – unter besonders günstigen Voraussetzungen leben. Dazu gehören beispielsweise eine reizarme Umgebung, ausreichend Pausen und Rückzugsmöglichkeiten, bei Kindern kleinere Klassen, eventuell eine Schulbegleitung sowie Respekt, Geduld und Rücksichtnahme den Betroffenen gegenüber.

Gerade Kinder mit Asperger wünschen sich Freundschaften. Sie wissen einfach oft nicht, wie sie das anstellen sollen.

Was uns wirklich bestreben sollten um glücklich zu sein!

Ich verstelle mich nicht mehr. Ich zeige mich, so wie ich bin. Ich halte nichts mehr zurück, aus Angst was andere über mich denken oder reden könnten. Das habe ich lange genug getan und die Leute haben trotzdem geredet.

Heute ist es mir egal was andere über mich erzählen, was sie amüsant finden oder schräg. Mir ist nichts mehr peinlich, denn ich bin nicht peinlich, ich bin authentisch.

Wenn ich auf dem Tisch tanzen will, tue ich es.
Wenn ich laut singen will, tue ich es. Wenn ich über meine Jugendsünden reden will, dann tue ich es. Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf.
Ich brauche kein Krönchen mehr, das ich richten muss. Ich lasse die Haare strubbelig und mache weiter……

Auch wenn ich schon oft auf Menschen hereingefallen bin, die das, was sie von mir wussten gegen mich verwendet haben, bin ich immer offen geblieben für neue Begegnungen.
Ich halte nichts zurück, denn heute gibt es nichts mehr, das gegen mich verwendet werden könnte.

Die Leichen in meinem Keller sind ausgezogen. Die Schatten haben ihren Schrecken verloren.

So what?!

Lass sie machen.
Lass sie reden.
Lass sie denken.

Ich tue nicht mehr so, als ob es mir nichts ausmacht – es macht mir nichts mehr aus!
Endlich macht es mir wirklich nichts mehr aus!

Und….
Ich habe aufgehört an Menschen festzuhalten, die nicht mit mir weiter gehen wollen. Die mir nichts mehr zu sagen haben. Die mich hintenanstellen. Für die ich austauschbar bin.
Auch nicht an denen, die ich doch so gern behalten wollte. Ich höre auf mich für sie zu interessieren, wenn sie sich nicht mehr für mich interessieren.

Einseitige Geschichten schreibe ich nicht mehr weiter, ich klappe das Buch zu und lege es still zu meinen Erinnerungen.
Ich bin kein Statist mehr in den Leben anderer.

Es hat geschmerzt, an den Rand geschoben zu werden. Es hat befreit es erkannt zu haben und zu gehen. So viel hat sich verändert in den letzten Jahren und heute bin ich froh, diesen Weg gewählt zu haben, auch wenn er nicht immer der leichteste war und ist!