Jackpot „defekter Koffer“ – made SWISS Handling

Alles beginnt damit das es schon mal sehr bescheiden ist, dass der Urlaub zu Ende ist und du die Heimreise antreten musst, so auch wir…. vorab schlecht gelaunt weil du genau weisst im Flughafen musst du dir erst mal lange Klamotten anziehen, weil zu Hause gefühlt der Winter ausgebrochen ist. Nun gut das Essen auf dem Flug (komisches Baguette und NEEEEE Tomatensaft gibt es nur auf der Langstrecke) haben wir mit der SWISS schon mal überlebt, ist ja auch nicht so weit von Palermo nach Zürich (mit dem letzten Flieger). So Maschine gerammelt voll und dann stehst du da am Kofferband um 22:50 Uhr und willst nur noch ins Bett und dann,… ja genau dann passiert das was man nicht will… auf dem Band liegt dein Koffer, offen!!!! Gut das Teil dann mal unter den Augen diverser Schaulustiger vom Band gezottelt (hilft ja auch keiner nein, du hast nur ein Kleinkind auf dem Arm was kreischt weil SEIN Koffer kaputt ist und die Leute drum herum schauen nur komsich (bei manchen war ich mir nicht sicher ob sie sich bereits ein Teil aus dem offenen Koffer ausgesucht haben und sich nur nicht getraut haben zu fragen: „Brauchen sie das noch?“

So als das kaputte Teil auf so ein Kofferauto gelanden, Kind oben drauf und direkt zur nächsten Mitarbeiterin des Bodenpersonals und da war es wieder,… die Mediamarkt Werbung: „NEE da bin ich nicht zuständig da müssen sie ins andere Terminal zu Lost and Found, nur die können den Damagereport ausfüllen.“ OK die SWISS spart Geld, aber stellt doch bitte Personal ein was wenigestens schreiben kann. Also quer durch das Terminal mit kreischendem Kind und voll bepackt. Nach endlosen Gängen angekommen beim Lost and Found Schalter. Nun übe dich in Geduld damit dir eventuell jemand neben den 10 anderen wartenden Personen hilft. Weil siehe da eine ganze Person ist am arbeiten! Nach endlosen 20 Minuten kommt eine weiter Person dazu und begutachtet den Schaden. Erst weiss sie nicht wie sie das ausfüllen soll und dann ist sie sich nicht sicher ob der Koffer wirklich dekekt ist,… naja wie auch der Reisverschluss ist ausgerissen und das Kofferschloss (Samsonite Koffer im Wert von 250Euro) ist komplett abgerissen. Gut nachdem man ihr klar gemacht hat der Koffer ist wirklich (ganz ehrlich) kaputt kommt die nächste knaller Aussage “ der war bestimmt zu schwer“, nee war er nicht, also das aufgeplatze Teil auf die Waage und siehe da der Koffer wiegt 20,6 Kilo von de erlaubten 26. Nun war die Tante ziemlich schlecht gelaunt weil Koffer kaputt und sie muss tippen. Ein Gutes hat es man kann das Kind beschäftigen und direkt herausfinden was es wiegt, wenn es auf die Kofferwaage klettert.

Sooo nach einer gefühlten Stunde und einer lachenden Parkuhr (Flughafen Zürich) bekommt an endlich den Bericht in die Hand gedrückt mit einer 3 seitigen Erklärung was nun zu tun sein, denn wer denkt der Fall ist erledigt der irrt gewaltig. Service darf ja nichts mehr kosten und daher wurde die Sparte Gepäckschäden an einen Subunternehmer gegeben wo man sich zu Hause dann hinsetzen darf und eine Seite im Internet ausfüllen muss und (wie soll es anders sein) man darf den ganzen Damagereport abtippen, damit 3 Tage später jemand anruft um sich zu erkundigen ob der Koffer wirklich defekt ist (könnte sich ja aus Langeweile selbst repariert haben). Dann wird einem mitgeteilt, dass der Koffer abgeholt wird für die Reparatur. OK das hat gut funktioniert aber die Reaktionszeit von 10 Tagen, um wirklich und zu 100 Prozent und ganz abschließend mitzuteilen das der Koffer nicht repariert werden kann, ist einfach viel zu lange. Und damit man dies nicht persönlich machen muss, da sich der Geschädigte (ICH) ja aufregen könnte schreibt man einfach eine Email, dass es ihnen leit tut aber der Koffer nicht repariert werden kann und da es das Model nicht vorrätig hat wird die Versandabteilung beauftragt einen neuen Koffer zu bestellen und zu liefern. Das darf dann gut und gerne wieder 10 bis 14 Tage dauern, man solle dafür aber Verständnis haben.

OK dann kommt die Paketankündigung und 2 Tage später mit der Lieferung erfolgt die pure Ernüchterung. Liebe Gepächschädenfirma es ist ja nett das ihr einen neuen Koffer bestellt, ABER mein Koffer hat 250 Euro gekostet, Beleg liegt euch vor, was fällt euch ein mir einen Koffer von minderwertiger Qualität im Wert von 100 Euro zu bestellen mit dem Vermerk er wäre gleichwertig.

PS: die verloren Sachen aus dem Koffer darf man dann direkt bei der SWISS wieder anmelden, das war vor 14 Tagen, gemeldet hat sich bis heute keiner, gut sei dem wer rechtschutzversichert ist, denn so viele Nerven kann man dafür nicht haben!

Stand der Dinge nach 5 Wochen: komsichen Koffer geliefert bekommen der nicht im Ansatz dem alten Koffer entspricht (hat ja auch nur die Hälfte gekostet), nach einer Feedbackforderung bzgl. der Differenz erhält man einfach keine Rückmeldung und die SWISS bzgl. der fehlenden Gegenstände hüllt sich auch heute noch in Schweigen!! Heute haben wir den 1.11.2016 und immer noch keine Lösung in Sicht, die Swiss meldet sich garnicht, also gab es einen bösen Brief mit anwaltlichen Maßnahmen und an den komischen Koffer der gelierert wurde müssen wir uns wohl gewöhnen, so langsam tut er mir auch leid, da er nun schon seit mehreren Wochen ungeachtet in der Ecke steht.

Heute 03.11.2016 entschuldigt sich die Swiss  für die lange Bearbeitungszeit ( Waren doch nur 7 Wochen), dass sie auf Grund ihrer Beförderungsbedingungen leider nicht für den Schaden aufkommen können und hoffen mir damit bei meinem Anliegen geholfen zu haben! Also dazu habe ich nun wirklich keine Worte mehr außer nie wieder flying with Swiss!

Ganz ehrlich das ist nicht Service made bei SWISS sondern Extradreist bei SCHI…!

Acacia Resort Sizilien – außen hui; innen pfui

Ein in die Jahre gekommener Betonklotz!Laut Katalog ein Sand-Kies-Stand,vor Ort boten sich dann Massen von Geröll und massiven Steinen, eher ein flächendeckender Steinstrand ideal für gefühllose Fussmenschen mit 3cm Hornhaut. Absolut nichts für ältere Menschen oder Kinder. Wer erst einmal den Weg vom Liegestuhl zum Wasser geschafft hat (5m) der muss in einem Balance-Akt den Sprung ins Wasser schaffen ohne sich die Füsse an den im Wasser und am Ufer befindlichen Felsen zu brechen. Wer dann erfolgreich das kühle Nass erreicht hat, sollte immer Ausschau nach weiteren Geröllmassen im Wasser ausschau halten und schon einmal in aller Ruhe den Rückweg planen denn der wird genauso steinig wie der Hinweg.

Somit Thema Strand für uns absolut Null Punkte!

Nach dem das natürliche Nass nicht in Frage kam, betrachten wir die Poollandschaft, eine traumhalfte Anlage mit übermotiviertem Poolboy. Dieser rannte im 15 Minuten Takt um den Pool und ermahnte alle Kinder nicht mit dem Wasser zu spielen und zu spritzen, es konnte sonst am Pool nass werden. Hmmm… kurz überlegen… Wasser ist doch nach oder habe ich da etwas verpaßt?! Die Zeiten in denen gepudert wurde sind doch schon lange vorbei! Aber neben dem wurde auch ständiges Duschen und Füsse waschen gefordert, da wir sonst das Wasser schmutzig machen. OK daran hat man sich nach ein paar Tagen gewöhnt und man widmet sich dem Aninimationsprogramm, welches gross beim Reiseanbieter angeboten wurde.

OK Beachvolleyball stand zum Angebot, also wer unbedingt kaputte Knie, gebrochene Zehen oder sonstige Schürfwunden haben möchte, sollte unbedingt dort dem Spiel nachgehen, ein Sandfeld gemischt mit Steinen und gebrochenen Muscheln lädt förmlich dazu ein. Die angebotenen Wassersportkativitäten wurden ebenfalls vergebens gesucht. 2 Mal täglich wurde der Versuch gestartet die Gäste vom Aquafit zu überzeugen (vorher duschen nicht vergessen), da ich leider meine Ohrstöpsel vergessen hatte, konnte ich mir bei der qualenden Lautstärke der Musik mir das leider nicht antun. OK OK für die Erwachsenen war Nichts dabei also ab mit der Zwergengeneration auf den Spielplatz.

Schön gestaltet jedoch ungepflegt und ohne Aufsicht. Ein Kidsclub sollte vorhanden sein, allerdings haben wir diesen nicht gefunden oder die haben sich vor uns versteckt. Der Spielplatz war immer unbewacht und wurde nicht gereinigt, die Kleidung der Kinder war voll mit Schmiere und anderem Dreck sodass die Kleidung danach getrost entsorgt werden konnten, da auch das Hotel auf mehrmaliges Nachfragen nicht in der Lage war diese zu reinigen. Neben dem Spielplatz befand sich eine Bühne (gerade im Aufbau), dort befanden sich freizugängliche Kabelschächte und offene Leitungen die förmlich danach schrieen von Kinder erkundet zu werden, da auch dort Nichts gesichert oder abgesperrt war, allerdings gearbeitet hat dort auch niemand. Offene Steckdosen oder freie Stromleitungen sind ein absolutes NO GO gerade wenn diese Anlage für Kinder empfohlen wird.

OK bis jetzt nicht so der Wahnsinn und ziemlich enttäuschend. Aber es geht noch besser, kommen wir zu den Zimmern. Über 3 Etagen verteilt, mit einem linken und einem rechten Flügel. Unser Zimmer befand sich auf der 2ten Etage im linken linken Flügel (wenn man vor dem Fahlstuhl steht). Für 3 Personen normal groß mit Balkon. Der Balkon ist ideal für nachtaktive Maulwürfe, da er über keinerlei Beleuchtung verfügt, aber regen wir uns nicht auf die anderen Zimmer haben auch kein Licht auf dem Balkon, lediglich ein offener Kabelschacht deutete die Position der Beleuchtung an. Auch die hauseingenen Ameisenkolonien auf dem Balkon hatten ihren Spaß. Im Zimmer selbst gibt es nur einen Kleiderschrank , eine Kommode oder ein Nachttisch mit Schubfach war nicht zu finden, auch der Fernseher (ok um Abend mal zu sehen was in der Welt passiert ist) hatte die Größe eine PC Monitor und war im hinteren Eck des Zimmers angebracht. Ich als Brillenträger konnte daran nicht viel erkennen. Das Bad ist funktional aber nicht mehr zeitgemäß, statt einer Dusche (gerade in einem Land mit Wasserknappheit) ist dort eine Badewann eingebaut. Auch eine Abluft sucht man vergebens und die WC-Spülung läuft 24 h, dies wurde mehrmals bemängelt aber geändert hat sich nichts. die Mitarbeiter an welche dies herangetragen wurde, erinnerten irgendwie an die Mediamarkt Werbung “ nicht meine Abteilung“. Während unseres Aufenthaltes hattes die Anlage große Probleme mit dem Strom , dieser fiel ständig aus und es lief tagelang ein Notstrom-Diesel-Generator, das schmucke Teil stand auch direkt unter unserem Balkon und so konnten wir ständig die Funktionalität mittels Gehörtest überprüfen. Wahnsinn Nachts um 2 Uhr noch so durchschnittlich 100DB sind doch toll, gerade wenn ein Kleinkind schlafen soll. Wenn der Generator mal nicht arbeitete konnte man den Aktivitäten des Küchenpersonals lauschen, die Glasflaschenweitwurf übten, jeden Abend zwischen 22 und o Uhr, da sich dummerweise auch der Küchentrakt unmittelbar in Zimmernähe befand. Auch der Keilriemen der Großküchenspülmaschine verlangte regelmäßig Aufmerksamkeit und pfiff fröhlich jaulend vor sich hin. Nach täglichen Bitten endlich das Zimmer welcheln zu dürfen gaben wir nach 5 Versuchen auf da das Hotel angeblich ausgebucht sei?!

Beim Thema Verpflegung hat man auch nicht viel verpaßt, wer denkt er bekomme in Italien einen vernünftigen Kaffee hat weit gefehlt, im Angebot: dümmer Filterkaffee mit einer Note vor Spülwasser, hallo wach sag ich da nur, ich bin dann dezent auf heiße Schokolade umgestiegen. Auch frische Säfte oder gar Obst (hallo wir waren auf Sizilen; wo ist das Obst) sucht man vergebens, es lebe das Obst aus der Konserve. Auch bei der abentlichen Essenschlacht (ok verständlich wenn es nach dem Frühstück 10 Uhr erst wieder um 19:30 Uhr etwas zu essen gibt) war kein Gaumenschmaus zu finden, zumindestens hat der Koch noch nie, ich schwöre noch nie etwas von Gewürzen gehört. Leider gab es dort keine Alternative wie vom Reiseanbieter angeboten. Von den angelbichen 3 Restaurant war eines geschlossen und die anderen beiden gab es nicht mehr. Es verbreitete sich somit ein Flair von ungewürzten Fertigprodukten mit täglicher Wiederholung. Jeder der Geschmacksnerven besitzt (also wir) verzichtet auf diese Verpflegung und fährt mit dem Auto (braucht man unbedingt, man befindet sich am Ende der Zivilisation) 16 km in den nächsten Ort um dort wenigstens einmal am Tag vernünftig zu essen. Auch die Poolbar ist keine Alternative außer für jede denen das Geld in der Tasche egal ist, für uns ein Fall von Abzocke. Ein Toast belegt mit Käse und Schinken 10 Euro anmutig auf einem orangen Plastikteller angerichtet, dazu ein kleines Bier für 5 Euro oder ein Kaffee für 5 Euro oder noch besser ein ziemlich schlechter Cocktail für 8-10 Euro oder ein kleines Wasser für 2,50 Euro. Natürlich bekommt man die Getränke passend zum Essen in Pastikbechern. Es wird somit jedem empfohlen im nächsten Supermarkt (5Minuten entfernt mit dem Auto) erst mal für ausreichend Getränke zu sorgen und diese ins Hotel zu schmuggeln, ebeso wie Kekse oder Obst.

Unser Fazit einmal und nie wieder……. die Anlage ist keine 4 Sterne wert und der Service bleibt völlig auf der Strecke.