Asperger Autismus – intensive Träume

Manche Menschen erleben besonders intensive Träume, weil ihr Gehirn in der REM-Schlafphase sehr aktiv ist. In diesem Schlafstadium werden Erlebnisse und Emotionen verarbeitet, was zu lebhaften oder sogar bizarren Trauminhalten führen kann. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Intensität der Träume: Stress und emotionale Belastungen, Medikamente, psychische Veranlagungen oder Schlafmangel können dazu führen, dass Träume deutlicher wahrgenommen werden. Auch Menschen mit größerer Vorstellungskraft oder Sensibilität berichten oft von intensiveren Träumen. Wenn diese Träume häufig sind, können sie den Schlaf störanfälliger machen, etwa durch häufiges Erwachen, Unruhe oder das Gefühl, nicht erholt zu sein.

Für Personen mit Asperger-Syndrom ist dieses Phänomen oft besonders schwierig zu bewältigen. Viele Betroffene nehmen Reize und Emotionen anders und oft intensiver wahr, was dazu führen kann, dass die Trauminhalte länger im Gedächtnis bleiben oder nachwirken. Außerdem fällt es manchen schwer, nach intensiven Träumen wieder zur Ruhe zu finden oder die Grenze zwischen Traum und Realität zu erkennen, was zu Unsicherheit, Angst oder sogar Panik führen kann. Dies alles kann die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen und sich negativ auf das Wohlbefinden am Tag auswirken.

Was kann helfen, damit es besser wird?

  • Eine ruhige, gewohnte Schlafumgebung schaffen und Rituale vor dem Zubettgehen pflegen, um den Übergang in den Schlaf zu erleichtern.
  • Stress und emotionale Belastungen vor dem Schlafengehen möglichst abbauen, etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Lesen oder das Aufschreiben der Gedanken.
  • Auf anregende Medien (z.B. spannendes Fernsehen, Videospiele) vor dem Schlaf verzichten, um das Gehirn weniger zu stimulieren.
  • Falls Träume belastend sind, kann es helfen, nach dem Aufwachen kurz aufzuschreiben, was geträumt wurde – das kann das Verarbeiten erleichtern und den Kopf beruhigen.
  • Gespräche mit vertrauten Personen oder mit Fachpersonal über belastende Trauminhalte können helfen, Ängste abzubauen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.
  • Ein fester Schlafrhythmus unterstützt die innere Uhr und bewirkt, dass Schlafphasen stabiler und Träume oft weniger belastend werden.

Falls intensive oder belastende Träume über längere Zeit anhalten und die Lebensqualität stark beeinträchtigen, kann professionelle Unterstützung durch Psycholog*innen oder Schlafmediziner*innen sinnvoll sein. Sie können individuelle Strategien entwickeln, um die Schlafqualität nachhaltig zu verbessern und den Umgang mit herausfordernden Träumen zu erleichtern.

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