US-Präsident – Holzfällermentalität oder politischer Wahnsinn?

Kaum ein Thema bewegt die Welt aktuell mehr als der 45. Präsident der USA. Und ich habe wirklich lange, sehr lange überlegt darüber etwas zu schreiben. Und ja auch ich habe dazu einen Beitrag, da ich es unheimlich faszinierend finde das es wirklich bei dem Thema nur absolut Positiv oder absolut Negativ gibt, das gesunde Mittelmaß fehlt meiner Ansicht nach. Viele habe es verfolgt und eine Nation hatte die Wahl zwischen politischem Neuland und etwas verrückt oder politisch kalt und unberechenbar. Und sie habe sich entschieden und wollen lieber die Verrücktheit und die Holzfäller-Mentalität als den politisch kalten  Wahnsinn.

Vielleicht braucht Amerika genau diese Wendung, gewählt haben ihn die ländlichen Gefilde, da genau hier die Kluft zwischen „mir geht’s gut“ und „ich kann gerade so überleben“ viel zu groß ist. Uns sind wir doch mal ehrlich, unser Land denkt in vielen Teilen nicht anders.

Der guten alten Landwirtschaft geht’s schlecht, weil wir im Geschäft immer mehr Angebote wollen und das am besten noch geschenkt. Wir wollen Bio in den Geschäften und dann sind z.B. genau diese Bio-Bananen noch in extra Plastikfolie verpackt oder die Biogurken noch schön eingeschweißt. Ich erlebe es so oft das sich Menschen in den Geschäften aufregen, dass der Liter Milch doch jetzt wirklich schon 0,90 Euro kostet oder die Butter 1,79 Euro. Ja also ganz ehrlich, genau die denken nicht darüber nach das wir genau ohne diese Landwirtschaft (und das ist körperlich harte Arbeit – will heute keiner mehr machen) das alles nicht hätten und mal zu hinterfragen was verdient so ein Landwirt an einem Liter Milch, das macht auch keiner und wenn er es tun würde und die Antwort auf diese Frage hätte, würde er wahrscheinlich nicht einen Liter kaufen sondern 10, rein aus schlechtem Gewissen. Es ist erschreckend welche Erwartungshaltung an den Tag gelegt wird, nicht nur in der Ernährung sondern unter anderem auch in der Bildung und Erziehung. Jeder möchte sich aus der Verantwortung nehmen, erwartet aber 100% Leistung der Anderen. Und die Probleme die wir haben, haben auch andere Länder und auch die Weltmacht USA.

Klar ist Donald Trump nicht der Vorzeigepräsident und ja er hat in seinem Wahlkampf, Äußerungen gebracht die wirklich nicht sein müssen, und seine frauenfeindlichen Äußerungen,.. nun ja der Mann lebt in der 3ten Ehe und hat 5 wundervolle Kinder, so schlecht kann er das weibliche Geschlecht nicht finden. Und wir müssen doch nicht alles auf die Goldwaage legen, wenn wir ehrlich sind und alles so persönlich nehmen würden, dann würden 80% der Menschheit nicht mehr miteinander reden und die anderen 20% würde jubelnd durch die Welt springen. Aber vielleicht täuschen sich alle. Ja er ist ein Mann der harten Worte und der Neandertalerprinzipien, aber genau das will die Gesellschaft doch wieder haben, weniger Zuwanderung, es soll sich mehr um die eigenen Leute im Land gekümmert werden. Das Sozialgefüge soll stabilisiert werden und die inländische Wirtschaft soll gestärkt werden. Man soll sich mehr aus weltpolitischen Angelegenheiten raus halten, damit sich jedes Land mal wieder auf seine eigenen Probleme konzentrieren kann. Und das wollen auch 50% der Deutschen nur können es viele nicht zugeben, da sie dann wieder in die Schublade gesteckt werden, das sie z.B. ein Problem mit der Zuwanderung haben. Und ja dies ist auch bei uns ein Problem. Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, wenn es politische Flüchtlinge sind, aber Menschen die durch 13 Länder reisen und immer noch nicht am Ziel ihrer Wünsche sind und dann noch Ansprüche stellen, sodass z.B. neue Einrichtungsgegenstände gefordert werden statt gebrauchte, dass sind für mich Wirtschaftsflüchtlinge und da ist auch in unserem Land meiner Meinung nach der politische Ansatz falsch. Es gibt in Deutschland so viel Obdachlose, Menschen ohne Krankenversicherung, Menschen die mehrere Jobs haben und trotzdem die Mieten nicht zahlen können, Kinder die an Klassenausflügen nicht teilnehmen können, weil die Eltern die 400 Euro dafür einfach nicht haben, und ja Kinder die keine warme Mahlzeit am Tag haben, Menschen keinen vernünftigen Job finden weil der Lohn von 8,50 Euro einfach nicht reicht, oder oder oder…… (Diese Aufzählung kann unendlich fortgeführt werden)

Und die Probleme die wir haben, haben auch alle anderen Menschen auf der Welt und somit finde ich, hat er bezogen auf die Amerikaner aus dessen Seele gesprochen.

Ich finde der Mann hat eine reale Chance verdient und wir müssen auch keine Panik schieben das nun das Weltgeschehen zusammenbricht nur weil er an die Amerikanische Macht kommt. „Eine Mauer bauen zu Mexiko“, dass ist erstens völlig unrealistisch und zweitens hat auch die USA keine Allein-Entscheidungsgewalt. Und es ist davon auszugehen, das der neue Präsident viele gute Berater hat und das Rad wird auch von ihm nicht neu erfunden.  Die Waage zwischen Arm und Reich ist auf der ganzen Welt ziemlich aus der Bahn geworfen und vielleicht beweist uns gerade dieser „Nicht-Vorzeige-Präsident“ mit seiner Holzfällermentalität, dass man die Welt doch ein klein wenig verbessern kann, wenn man nicht dem Status Quo entspricht.

Und hätte ich wählen müssen, ich hätte auch das politische Neuland gewählt als das was man bereits kennt in der Hoffnung es wird besser werden und es ändert sich etwas! Lasst uns das Geschehen über dem großen Teich weiter im Auge behalten mit dem Ansatz selbst etwas zu verändern und auch ungewohnte Dinge zu akzeptieren. Und da das Leben ein Lerneffekt ist, lernen wir vielleicht etwas für die Zukunft.

Und wenn es in den USA doch nicht so läuft, die Präsidentschaft dauert 4 Jahre, dann werden die Karten neu gemischt. „Give him a chance….. because hope dies last“

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